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Meldungen2024-04-18T11:56:03+02:00

Neujahrsansprache von Vorstandsvorsitzendem Michael Futterer

Mit der Neujahrsansprache unseres Vorstandsvorsitzenden Michael Futterer starten wir gemeinsam ins neue Jahr.

Die Jahreslosung 2026 begleitet uns dabei. Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ Ein starkes Zeichen für Aufbruch, Hoffnung und Veränderung.
Und passend dazu zeigen wir uns zum Jahresbeginn auch mit neuem Logo.

Wir wünschen euch ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr.

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Liest man den Predigttext für den 2. Adventssonntag hat man schnell ein wenig adventlich-behagliches Weltuntergangsszenario vor Augen: In Lukas 21,25-33 ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen die Rede, von einem tosenden Meer und vernichtenden Wellen. Von so enormen globalen Erschütterungen, dass die Menschen nicht nur ratlos werden, sondern sogar in Angst und Schrecken versetzt werden.
Es mag heute eine wachsende Zahl von Menschen geben, denen dieser Predigttext sehr nahe kommt, weil er ihr Lebensgefühl von Verunsicherung und Zukunftsangst anspricht. Auch im Advent. Die derzeitige Weltsituation mit all ihren Problemen gibt ja genug Anlässe dafür. Keine Frage: unsere Welt ist alles andere als im Lot.
Doch der christliche Glaube schenkt uns noch eine ganz andere Perspektive, eine großartige, adventliche Hoffnungsperspektive: Mitten im Chaos der bedrohten Welt – so unser Bibeltext für heute – kommt der „Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit“. Er kommt, um in Ordnung zu bringen, was bedroht, demoliert oder ganz zerstört ist, um all die destruktiven Entwicklungen, denen die Menschheit ohnmächtig gegenüber steht, in den Griff zu bekommen.
Deshalb ist auch der Wochenspruch für die 2. Adventswoche eine Ermutigung zur inneren und äußeren Aufrichtung: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ Erlösung – das ist ein großes Wort! Ich denke, dass es sehr umfänglich gemeint ist: Erlösung nicht nur von menschlicher Schuld, sondern auch Erlösung aus all den politischen und ökologischen Dilemmata unserer Zeit.
Als Christ öffnet sich mir mit dem Wochenspruch ein Fenster in die gottgemachte Zukunft, in der alle menschlichen Sehnsüchte nach heilem, unversehrtem und erfülltem Leben erfüllt werden. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich mit dem Erlöser nicht erst in einer undefinierbaren Zukunft rechnen kann, sondern ihn schon hier und jetzt als meinen Lebensbegleiter erleben darf.
Lassen wir uns immer wieder neu von ihm begleiten und aufrichten!
Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Ev. Stadtmission Freiburg

Willkommen im Advent

Advent heißt „Ankunft“. Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung auf eine besondere Ankunft, nämlich die „adventus domini“, die Ankunft Gottes auf Erden. Heute gar nicht so einfach zu erklären. Ich will es anhand eines Liedvers versuchen:

„Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Zepter ist Barmherzigkeit, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott mein Heiland groß von Tat.“

Dieser Text stammt aus dem wohl bekanntesten Adventslied der Kirchengeschichte, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Mit diesen Worten ver-dichtet Georg Weissel während des 30jährigen Kriegs gleich mehrere Bibelstellen aus dem alten Testament. Darunter das biblische Leitmotiv für die erste Adventswoche: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“, ein Zitat aus dem alttestamentlichen Prophetenbuch Sacharja.

In schwierigen Zeiten haben Propheten, sozusagen Sprachrohre Gottes, eine Retter-Figur angekündigt, die die Weltgeschichte umschreibt und all das durchsetzt, was Gott wichtig ist: Recht und Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen für alle Menschen. Man hat wohl an eine mächtige, durchsetzungsstarke, charismatische Führungspersönlichkeit gedacht. Einen Hoffnungsträger, wie wir ihn uns auch heute wünschen.

Christen haben in Jesus Christus diesen von Gott auf die Erde gesandten Retter erkannt. Und wurden dafür über Jahrhunderte belächelt. Denn: Jesus hatte nie wirklich Macht. Er hat auch (im Gegensatz zu manchen seiner Nachfolger in der Kirchengeschichte) keine Gewalt angewendet. Im Gegenteil: Seine Feinde haben ihn kreuzigen lassen. Aber gleichzeitig gab es Menschen, deren Leben verändert wurde: Kranke, die geheilt wurden. Ausgegrenzte, die angenommen wurden, Betrüger, die ihren Lebensstil verändert haben, schuldige Menschen, die von ihrer Schuld losgesprochen wurden. Menschen, die von Jesus sagten, er hätte Worte des ewigen Lebens.

Liest man die biblischen Berichte über jenen Jesus, dessen Geburt wir an Heiligabend feiern, findet man all die Wesensmerkmale, die Georg Weissel in seinem Lied aufzählt: Jesus handelte gerecht, hat vielen Menschen geholfen. Er war „sanftmütig“, also bescheiden, dienend, er ist freundlich und barmherzig mit Menschen umgegangen und hat so manches Schicksal positiv verändert, so mancher Not ein Ende gesetzt.

So kam – nach christlicher Überzeugung – Gott in unsere Welt. Nicht als Herrscher, sondern als eine Art Sanitäter der Menschheit. Er war nicht hoch oben und weit weg, sondern tief unten und ganz nah bei den Menschen. Irgendwie machtlos und zugleich so machtvoll, dass die Weltgeschichte durch ihn und seine Nachfolger*innen verändert wurde.

Und noch heute machen Menschen die Advents-Erfahrung, dass dieser Jesus bei ihnen ankommt, dass durch seine Nähe ihre Not beendet oder gelindert wird, dass sie angenommen sind, so wie sie sind, dass sie begleitet sind in den Schwierigkeiten ihres Lebens, die es trotz allem Glauben gibt.

Lassen wir ihn auch bei uns ankommen! Es lohnt sich!

Dies ist ein Auszug aus der Predigt von Norbert Aufrecht in der Gemeinde dreisam3 am 30.11.2025. Den gesamten Gottesdienst können Sie hier anschauen

Gemeinsam Rätsel lösen und Natur genießen

Im Oktober 2025 machte sich das Team der Verwaltung der Stadtmission Freiburg auf zu einem besonderen Ausflug nach Ihringen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune stand ein spannendes Escape Game auf dem Programm: Die Aufgabe lautete, den mysteriösen Brandstifter zu finden, der Feuer in den Weinbergen legt.

In drei Teams aufgeteilt, durchstreifte unser Team die malerischen Weinberge und lösten knifflige Rätsel – von Puzzles über Kräuterkunde bis hin zur Deutung geheimnisvoller Zeichen und dem Auffinden eines „Toten Briefkastens“. Nach zwei Stunden voller Spaß und kreativer Abenteuer stärkte sich die Gruppe bei Heidis Küfer mit leckerem Flammkuchen und regionalen Drinks.

Der Ausflug bot nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Arbeitsalltag, sondern stärkte auch den Zusammenhalt im Team. Ein gelungener Tag, der Lust auf mehr gemeinsame Abenteuer macht!

Strategie, Identität und Werte im Fokus

Vom 7. bis 9. Oktober 2025 fand die jährliche Leitungsklausur der Stadtmission im Kloster Maria Hilf in Bühl statt. Die dreitägige Veranstaltung diente der strategischen Ausrichtung und bot den Führungskräften Raum für intensive Diskussionen, kreative Prozesse und die Weiterentwicklung zentraler Projekte.

Den Auftakt bildete ein interaktives Strategietraining, das spielerische Elemente mit den Methoden des agilen Arbeitens verband. Ziel war es, innovative Lösungsansätze zu fördern und die Zusammenarbeit im Führungsteam zu stärken.

Am ersten Tag standen die Überarbeitung des Stadtmissions-Logos sowie die Planung einer Mitarbeitenden-App im Mittelpunkt. Die Diskussionen zu diesen Themen zogen sich bis in den Abend und wurden in entspannter Atmosphäre in der historischen Backstube des Klosters fortgesetzt.

Der Mittwoch war geprägt von der Überarbeitung des Leitbildes der Stadtmission. In intensiven Arbeitsphasen wurden Formulierungen diskutiert, Inhalte präzisiert und gemeinsame Werte herausgearbeitet. Das Ergebnis: ein neues, klares Leitbild, das die Grundsätze und Ziele der Stadtmission für die kommenden Jahre festhält.

Am letzten Tag besichtigte die Gruppe den Neubau der evangelischen Kirche in Bühl. Ein gemeinsamer Gottesdienst mit Abendmahl bot Raum für Reflexion – insbesondere über die biblischen Worte aus dem Markus-Evangelium (12,30+31): „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Das zweite ist ebenso wichtig: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Diese Worte unterstreichen die Wertebasis der Stadtmission und dienten als inspirierender Abschluss der Klausur.

Fazit: Die Leitungsklausur 2025 war ein wichtiger Impulsgeber für die zukünftige Ausrichtung der Stadtmission – mit klaren Zielen, einer modernen Identität und einem gestärkten Teamgeist.

Mission possible – auch nach fast 150 Jahren

Die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. hat ihre Wurzeln im vorletzten Jahrhundert. Sie wurde im Jahr 1882 gegründet. Im Vereinsregister der Stadt Freiburg laufen wir unter der Nummer 13.

Seither ist viel Wasser die Dreisam hinuntergeflossen und wir sind gewachsen, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Rund 850 Mitarbeitende und 400 Ehrenamtliche sind unter unserem Dach Tag für Tag für Menschen im Einsatz.

Doch das Rad der Zeit steht nie still. Unsere Arbeitsfelder entwickeln sich stetig weiter. Deshalb schaffen wir uns immer wieder bewusst Momente, um unseren Auftrag zu reflektieren, so auch letzte Woche beim Plenum, unserer Plattform, bei der alle Mitarbeitenden ab der mittleren Führungsebene zweimal im Jahr zusammenkommen.

Dabei haben wir einen Blick in unsere Satzung geworfen und uns gefragt: Ist unsere Mission heute noch dieselbe? Und passt das Wort „Mission“ überhaupt noch zu unseren Diensten und in unseren Vereinsnamen?

Unser gemeinsamer Eindruck war eindeutig: Ja! Unsere Mission bleibt im besten Sinn „possible“:

  • Schöpfungsverantwortung: Wir setzen uns für die Bewahrung der Schöpfung ein und wollen das Leben auf der Erde erhalten und erneuern.
  • Gerechtigkeitshandeln: Wir treten ein gegen ungerechte Strukturen, bekämpfen jede Form von Gewalt und streben Frieden und Versöhnung an.
  • Nächstenliebe: Wir begegnen menschlichen Nöten, körperlich, seelisch und geistlich, mit liebevollem Dienst.
  • Einladung zum Glauben: Wir teilen die gute Nachricht von Jesus Christus und seinem Reich.
  • Unterstützung zu christlichem Leben: Wir begleiten Menschen auf ihrem Weg zu einem lebendigen und mündigen Glauben.

So bleibt unser Auftrag auch nach fast 150 Jahren lebendig: Menschen dienen, Hoffnung geben und Zukunft gestalten. Aus Liebe zu Gott und den Menschen. Denn wir glauben: Gottes größte Leidenschaft sind wir Menschen.

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