window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'G-QRJYNHY1HG');
Meldungen2024-04-18T11:56:03+02:00

Politischer Austausch zu Gesundheitsversorgung und Pflege

Diskussion mit Kandidierenden zur Landtagswahl im Diakoniekrankenhaus Freiburg

Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg fand am Mittwoch, 25. Februar 2026 im Diakoniekrankenhaus Freiburg eine Diskussion zum Thema Gesundheitsversorgung und Pflege statt. Auch die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. hat gerne daran teilgenommen. Zu der Gesprächsrunde „Sozialpolitik vor Ort“ hat die Diakonie Baden Landtagskandidierende eingeladen und mit Vertreterinnen und Vertretern sozialer Einrichtungen vor Ort ins Gespräch gebracht. Thema des intensiv geführten Austauschs war, wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in Stadt und Region zukunftsfest aufgestellt werden können.

Der Einladung waren Landtagskandidierende mehrerer Parteien gefolgt: Linus Kionka (FDP), Katrin Kern (CDU), Imke Pirch (DIE LINKE), Nadyne Saint-Cast MdL (Grüne), Viviane Sigg (SPD). An der Diskussion waren zudem beteiligt: Oberkirchenrätin Sabine Jung, Michael Decker, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniekrankenhauses Freiburg, Annika Köber, Leiterin des Gerontopsychiatrischen Pflegezentrums Landwasser, Benjamin Kessinger, Bereichsleiter ambulante Pflege beim Evangelischen Stift Freiburg und Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.

Im Fokus standen Fragen, wie finanzielle Nachteile konfessioneller Krankenhäuser ausgeglichen werden könnten, welche strukturellen Hürden bei der Beschäftigung von internationalen Fachkräften abzubauen wären und ob Themen wie Nachhaltigkeit oder Innovation weiterhin alleinige Aufgaben der jeweiligen Einrichtung sein müssten.

Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., erläuterte in seinem Statement, was es für eine Einrichtung bedeutet, vorhandene Pflege-Immobilien zukunftsfest auszustatten:

Digitalisierung, Hitzeschutz, Nachhaltigkeit – all das ist wichtig, aber in den bestehenden Strukturen kaum finanzierbar. Fördermittel reichen bei weitem nicht aus und steigende Eigenanteile bringen Bewohnerinnen und Bewohner an ihre Grenzen.

Die Gesprächsrunde „Sozialpolitik vor Ort“ ist Teil der Kampagne „Soziales IST Zukunft!“, an der sich die Diakonie Baden als Mitglied der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg (Liga-BW) beteiligt. Die Kampagne soll erreichen, die Erfahrungen der Wohlfahrtsverbände in politische Entscheidungen fachlich fundiert einzubringen.

„Soziales IST Zukunft“ – Kampagne zur Landtagswahl

Tag für Tag setzen wir uns in den Einrichtungen der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. für Menschen ein, die unsere Hilfe brauchen. Ob in der Altenhilfe, für Suchtkranke, in der Bahnhofsmission Freiburg oder für Menschen, die sonst nur schwer Arbeit finden. Die Evangelische Stadtmission Freiburg ist mit Herz und Hand in ihren Einrichtungen nah bei den Menschen. Das tun wir gerne. Und es ist notwendig.

Wir und viele andere Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege knüpfen jeden Tag am Netz gesellschaftlichen Zusammenhalts und sozialer Gerechtigkeit. Denn ohne diese Arbeit würde der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bröckeln. Neben den staatlichen Einrichtungen braucht es ganz entscheidend die Einrichtungen freier Träger, die sich in Baden-Württemberg unter dem Dachverband LigaBW zusammengeschlossen haben.

„Soziales IST Zukunft.“ Das gilt in vielerlei Hinsicht. Gelder, die in Soziales investiert werden, sind eine notwendige und eine lohnende Investition, denn sie schützt vor ungleich größeren Folgekosten für unsere Gesellschaft. Einige Menschen in der Politik sehen das. Andere möchten den Rotstift nehmen und streichen.

Daher unser Aufruf: Nutzen Sie die Landtagswahl am 8. März 2026, um sich auch für den sozialen Zusammenhalt in Baden-Württemberg einzusetzen.

„Soziales IST Zukunft“ ist eine Kampagne der Träger freier Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg, die wir als Evangelische Stadtmission gerne unterstützen.

Neues Logo der Stadtmission

Die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. hat ein neues Logo. Pünktlich zum Jahreswechsel ist zum ersten Mal das Herzstück unserer visuellen Kommunikation in Erscheinung getreten. Bestimmt ist es einigen schon begegnet – hier auf unserer Website oder in den Social-Media-Kanälen. Wir freuen uns sehr, dass die Evangelische Stadtmission Freiburg nun mit einem Logo in der Öffentlichkeit präsent ist, das markant und wiedererkennbar ist. Und so einprägsam, dass es in Zukunft auch ohne den Schriftzug deutlich macht: Hier ist Stadtmission. Weiterhin verbunden mit dem Claim „Leben. Glauben. Handeln. In und um Freiburg.“

Vielfalt der Stadtmission

Ein neues Logo ist eine Herausforderung. Unser langjähriger Design-Partner hat sie angenommen und für uns etwas entworfen, das die verschiedenen Arbeitsfelder der Stadtmission gekonnt und elegant unter einen Hut bringt:

  • Wohngruppen für Kinder und Jugendliche
  • Hilfe für Wohnungslose, psychisch Kranke oder abhängige Menschen
  • Altenhilfe
  • Reden von Gottes Menschenliebe und Einladung zum Glauben, der uns am Herzen liegt

Wer genau hinschaut, dem zeigt sich: Das sogenannte Kronenkreuz, das traditionell als Zeichen der Stadtmissionen verwendet wird, ist hier eingearbeitet, für unsere Gegenwart umgeformt und mit Strahlkraft für die Zukunft umgesetzt. Unser Designer Sascha Grether sagt zur Idee hinter dem neuen Logo: „Das Herz, das offen umarmend aus dem Kreuz wächst, bringt das Selbstverständnis der Stadtmission auf den Punkt: leben, glauben, handeln – nah bei den Menschen und ihren Lebensrealitäten.“

Markant und wiedererkennbar

Was gewinnt die Stadtmission mit dem neuen Logo? Der Bildteil des Logos, das sogenannte Signet, ist so profiliert und wiedererkennbar, dass wir es zukünftig auch ohne den Zusatz „Evangelische Stadtmission Freiburg“ verwenden können. Mehr noch: Das Logo setzen wir in Kombination mit dem Namen unserer Einrichtungen ein und zeigen damit, dass das Dach Evangelische Stadtmission Freiburg all das Bunte und Vielfältige trägt, was Tag für Tag in unseren Einrichtungen für Menschen geleistet wird.

Ein neues Logo für ein Unternehmen sollte wohl überlegt sein. Ein gutes Logo soll die Identifikation des Unternehmens für alle Mitarbeitende und die Öffentlichkeit präzise bewirken, es soll wiedererkannt werden und es soll eine emotionale Bindung erzeugen. Ich bin fest überzeugt, dass unser neues Logo mit seiner klaren Botschaft der Stadtmission Freiburg dies schafft.

Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Ev. Stadtmission Freiburg e.V.

Für mich hat das Kronenkreuz, das im Zentrum des bisherigen Logos stand, die Zugehörigkeit zum großen Werk der Diakonie zum Ausdruck gebracht. Und nun? Das neue Logo beinhaltet allerdings mindestens genauso die Aussage, dass wir aufgrund unseres Glaubens Menschen in Liebe begegnen und helfen wollen. Daher blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft mit dem neuen Logo und möchte gerne schon jetzt glauben, dass die Menschen in unserer Region unsere DNA an dem Logo erkennen.

Christine Kleß, Vorstand Pflege und Soziales der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.

Für mich spiegelt das neue Logo die DNA der Stadtmission wider: Wir sind ein christliches Werk. Mit keinem anderen Symbol als dem Kreuz ist das besser ausgedrückt. Und ich finde es schön und richtig, dass aus dem Kreuz das Herz wächst: Das Herz für die Menschen, das Herz der Nächstenliebe. In Gottes Auftrag für die Menschen da sein. Das ist Stadtmission.

Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.

Neujahrsansprache von Vorstandsvorsitzendem Michael Futterer

Mit der Neujahrsansprache unseres Vorstandsvorsitzenden Michael Futterer starten wir gemeinsam ins neue Jahr.

Die Jahreslosung 2026 begleitet uns dabei. Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ Ein starkes Zeichen für Aufbruch, Hoffnung und Veränderung.
Und passend dazu zeigen wir uns zum Jahresbeginn auch mit neuem Logo.

Wir wünschen euch ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr.

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Liest man den Predigttext für den 2. Adventssonntag hat man schnell ein wenig adventlich-behagliches Weltuntergangsszenario vor Augen: In Lukas 21,25-33 ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen die Rede, von einem tosenden Meer und vernichtenden Wellen. Von so enormen globalen Erschütterungen, dass die Menschen nicht nur ratlos werden, sondern sogar in Angst und Schrecken versetzt werden.
Es mag heute eine wachsende Zahl von Menschen geben, denen dieser Predigttext sehr nahe kommt, weil er ihr Lebensgefühl von Verunsicherung und Zukunftsangst anspricht. Auch im Advent. Die derzeitige Weltsituation mit all ihren Problemen gibt ja genug Anlässe dafür. Keine Frage: unsere Welt ist alles andere als im Lot.
Doch der christliche Glaube schenkt uns noch eine ganz andere Perspektive, eine großartige, adventliche Hoffnungsperspektive: Mitten im Chaos der bedrohten Welt – so unser Bibeltext für heute – kommt der „Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit“. Er kommt, um in Ordnung zu bringen, was bedroht, demoliert oder ganz zerstört ist, um all die destruktiven Entwicklungen, denen die Menschheit ohnmächtig gegenüber steht, in den Griff zu bekommen.
Deshalb ist auch der Wochenspruch für die 2. Adventswoche eine Ermutigung zur inneren und äußeren Aufrichtung: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ Erlösung – das ist ein großes Wort! Ich denke, dass es sehr umfänglich gemeint ist: Erlösung nicht nur von menschlicher Schuld, sondern auch Erlösung aus all den politischen und ökologischen Dilemmata unserer Zeit.
Als Christ öffnet sich mir mit dem Wochenspruch ein Fenster in die gottgemachte Zukunft, in der alle menschlichen Sehnsüchte nach heilem, unversehrtem und erfülltem Leben erfüllt werden. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich mit dem Erlöser nicht erst in einer undefinierbaren Zukunft rechnen kann, sondern ihn schon hier und jetzt als meinen Lebensbegleiter erleben darf.
Lassen wir uns immer wieder neu von ihm begleiten und aufrichten!
Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Ev. Stadtmission Freiburg

Willkommen im Advent

Advent heißt „Ankunft“. Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung auf eine besondere Ankunft, nämlich die „adventus domini“, die Ankunft Gottes auf Erden. Heute gar nicht so einfach zu erklären. Ich will es anhand eines Liedvers versuchen:

„Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Zepter ist Barmherzigkeit, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott mein Heiland groß von Tat.“

Dieser Text stammt aus dem wohl bekanntesten Adventslied der Kirchengeschichte, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Mit diesen Worten ver-dichtet Georg Weissel während des 30jährigen Kriegs gleich mehrere Bibelstellen aus dem alten Testament. Darunter das biblische Leitmotiv für die erste Adventswoche: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“, ein Zitat aus dem alttestamentlichen Prophetenbuch Sacharja.

In schwierigen Zeiten haben Propheten, sozusagen Sprachrohre Gottes, eine Retter-Figur angekündigt, die die Weltgeschichte umschreibt und all das durchsetzt, was Gott wichtig ist: Recht und Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen für alle Menschen. Man hat wohl an eine mächtige, durchsetzungsstarke, charismatische Führungspersönlichkeit gedacht. Einen Hoffnungsträger, wie wir ihn uns auch heute wünschen.

Christen haben in Jesus Christus diesen von Gott auf die Erde gesandten Retter erkannt. Und wurden dafür über Jahrhunderte belächelt. Denn: Jesus hatte nie wirklich Macht. Er hat auch (im Gegensatz zu manchen seiner Nachfolger in der Kirchengeschichte) keine Gewalt angewendet. Im Gegenteil: Seine Feinde haben ihn kreuzigen lassen. Aber gleichzeitig gab es Menschen, deren Leben verändert wurde: Kranke, die geheilt wurden. Ausgegrenzte, die angenommen wurden, Betrüger, die ihren Lebensstil verändert haben, schuldige Menschen, die von ihrer Schuld losgesprochen wurden. Menschen, die von Jesus sagten, er hätte Worte des ewigen Lebens.

Liest man die biblischen Berichte über jenen Jesus, dessen Geburt wir an Heiligabend feiern, findet man all die Wesensmerkmale, die Georg Weissel in seinem Lied aufzählt: Jesus handelte gerecht, hat vielen Menschen geholfen. Er war „sanftmütig“, also bescheiden, dienend, er ist freundlich und barmherzig mit Menschen umgegangen und hat so manches Schicksal positiv verändert, so mancher Not ein Ende gesetzt.

So kam – nach christlicher Überzeugung – Gott in unsere Welt. Nicht als Herrscher, sondern als eine Art Sanitäter der Menschheit. Er war nicht hoch oben und weit weg, sondern tief unten und ganz nah bei den Menschen. Irgendwie machtlos und zugleich so machtvoll, dass die Weltgeschichte durch ihn und seine Nachfolger*innen verändert wurde.

Und noch heute machen Menschen die Advents-Erfahrung, dass dieser Jesus bei ihnen ankommt, dass durch seine Nähe ihre Not beendet oder gelindert wird, dass sie angenommen sind, so wie sie sind, dass sie begleitet sind in den Schwierigkeiten ihres Lebens, die es trotz allem Glauben gibt.

Lassen wir ihn auch bei uns ankommen! Es lohnt sich!

Dies ist ein Auszug aus der Predigt von Norbert Aufrecht in der Gemeinde dreisam3 am 30.11.2025. Den gesamten Gottesdienst können Sie hier anschauen

Nach oben