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Campingkirche 2025

Rückblick: Campingkirche am Titisee

Drei Wochen voller Gemeinschaft, Abenteuer und spannender Begegnungen.

Vom 4. bis 24. August 2025 verwandelte sich der Jugendzeltplatz hinter dem Campingplatz Bankenhof am Titisee in einen lebendigen Ort der Gemeinschaft, des Glaubens und des gemeinsamen Erlebens. Die Campingkirche Titisee, eine Initiative der Evangelischen Landeskirche in Baden, öffnete ihre Türen – oder besser gesagt: ihr buntes Zirkuszelt – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alle, die Lust auf Kirche einmal anders hatten. Getragen von vielen engagierten Freiwilligen, Diakon*innen und Pfarrer*innen aus Freiburg und der Region, stand das Motto „Am Rand und trotzdem mittendrin“ auch in diesem Jahr für ein offenes, herzliches Miteinander. Die Evangelische Stadtmission Freiburg und die Gemeinde dreisam 3 initiierten – nach einem „Testlauf“ 2024 die dreiwöchige Kirche im Zirkuszelt in diesem Jahr und trugen einen wesentlichen Teil zur Programmgestaltung bei.

Die Campingkirche ist ein besonderes Angebot für Camper und Tagesgäste, die Urlaub und Spiritualität verbinden möchten. Hier wird Kirche nicht nur erlebt, sondern gelebt: mit kreativen Programmen für Kinder, gemeinsamen Aktivitäten am Nachmittag und gemütlichen Abendveranstaltungen. Ob beim Lagerfeuer, beim Campingkirchenkino oder bei Spieleabenden – hier fand jeder einen Platz.

„[Wir möchten uns] von Herzen bei Ihnen bedanken für die wunderschöne Zeit, die wir bei Ihnen verbringen durften. Unser Urlaub war nicht nur erholsam, sondern auch in vielerlei Hinsicht bereichernd – insbesondere durch die Campingkirche, die mit spürbarer Freude, Hingabe und Herzlichkeit gestaltet wurde. Gerade in Zeiten der zunehmenden medialen Isolation, in denen viele den direkten Kontakt und das Gefühl von Gemeinschaft verlieren, ist es ein großes Geschenk, ein solches Angebot erleben zu dürfen. Die Campingkirche hat uns wieder spüren lassen, wie wichtig echte Begegnungen sind, und sie hat Menschen auf eine wunderbare Weise zueinandergeführt. Dieses Gefühl von Nähe und Zusammenhalt bleibt uns noch lange in Erinnerung.“

D. Turcatti und C. Caramia

Ein buntes Programm für alle Altersgruppen

Jeden Morgen trafen sich die Kinder zum Kids-Programm, das biblische Geschichten, Lieder, Bastelarbeiten und Theater vereinte. In der ersten Woche drehte sich alles um das Thema Freundschaft und die spannenden Erzählungen von Tante Frieda und ihrer Weltreise. Die zweite Woche stand im Zeichen von Petrus, der den Kindern zeigte, wie man mit Gott auch stürmische Zeiten meistert. Die dritte Woche bot wieder neue Geschichten und kreative Ideen, die zum Nachdenken und Mitmachen einluden.

Von Wasserolympiaden über Schnitzeljagden bis hin zu Bastelnachmittagen – das Mittagsprogramm von 15 bis 17 Uhr sorgte für Abwechslung und Spaß. Highlights wie die Fun-Olympiade, die Spielstraße oder die Action-Time brachten Bewegung und Lachen in den Campingalltag.

Abends traf man sich beim Sandmännchen, dem Abendprogramm für Jung und Alt. Ob Spieleabend, Lagerfeuer mit Stockbrot oder der legendäre Aperol-Abend für Erwachsene – hier kam jeder auf seine Kosten. Ein besonderes Highlight war das Campingkirchenkino, das eine biblische Geschichte auf unterhaltsame Weise auf die Leinwand brachte. Für Nachteulen gab es Nachtgedanken am Lagerfeuer: 15 Minuten Denkanstöße und Nachdenkliches, die zum Innehalten einluden.

Wer Ruhe und einen Raum zum Beten oder Reden suchte, fand im Schäferwagen offene Ohren und Zeit für Gespräche. Von Montag bis Freitag war der Wagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und zwischen 12 und 15 Uhr stand immer ein Ansprechpartner bereit.

„Die Campingkirche zeigt Jahr für Jahr, wie Kirche lebendig und nahbar sein kann. Es ist schön zu sehen, wie Menschen unterschiedlicher Generationen hier zusammenkommen, lachen, ins Gespräch kommen und gemeinsam Glaube erleben. Besonders berührt hat mich die Offenheit und Herzlichkeit, mit der die vielen Ehrenamtlichen alle willkommen hießen. Das ist gelebte Gemeinschaft – und genau das brauchen wir.“

Norbert Aufrecht, Vorstand der Stadtmission Freiburg und Mit-Initiator

Ein herzliches DANKESCHÖN gilt der Evangelischen Bank Stiftung, die die Campingkirche mit einer Fördersumme von 4.000 Euro unterstützt hat. Dank dieser Förderung konnte das Team der Campingkirche unter anderem Banner, Flyer und Kundenstopper realisieren, die gezielt auf das Angebot aufmerksam gemacht haben und zur besseren Sichtbarkeit beigetragen haben.

Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr

Auch 2026 wird die Campingkirche wieder stattfinden – mit neuen Ideen, vertrauten Gesichtern und viel Raum für alle, die Kirche am Rande des Titisees erleben möchten. Merkt euch schon jetzt vor: Im nächsten Sommer heißt es wieder – seid dabei!

Alle Veranstaltungen der Campingkirche sind kostenlos. Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann gerne eine Spende an die Evangelische Stadtmission Freiburg überweisen (IBAN: DE65 5206 0410 2200 5061 09, Verwendungszweck: „Campingkirche“).

2026-02-12T09:02:25+01:001. September 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Der Jahresbericht 2024 ist da!

Geschenke des Himmels und große Aufgaben

Der neue Jahresbericht 2024 der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. ist erschienen. Er bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aktivitäten und Entwicklungen in unseren Einrichtungen in Freiburg und der Region.

Es regnet nicht jeden Tag Konfetti und es gibt nicht jeden Tag Sahnetorte. ABER: Wir sind beschenkt und gesegnet! Vieles durfte im letzten Jahr wachsen, vieles ist möglich geworden. Das stimmt uns dankbar und lässt uns hoffnungsvoll nach vorn schauen.

Werfen Sie einen Blick in unseren neuen Jahresbericht und erfahren Sie, was uns in 2024 besonders begeistert und bewegt hat.

Diese Themen erwarten Sie:

  • Neu im Amt: Michael Futterer wird Vorstandsvorsitzender
  • „Mensch ist das schön geworden.“ Neueröffnung des Thomaszentrums.
  • Ein Geschenk des Himmels: Wie das S’Einlädele eine neue Heimat fand.
  • Cannabis, quo vadis: Interview mit Konrad Lust von der Suchberatungsstelle Ausweg
  • und vieles mehr …

Den Jahresbericht können Sie HIER als PDF-Datei ansehen und herunterladen.

2025-08-20T12:43:42+02:0020. August 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

vonWegen Ausgabe 2/25 ist da

Vergeben und vergessen?

Manchmal reicht das Zauberwort „Entschuldigung“ nicht aus. Manchmal braucht es ein klärendes Gespräch, um wieder zu Frieden, Vertrauen und Freundlichkeit zurückzukehren. Oder Wiedergutmachung ist gefordert. Aber nicht immer ist die möglich. Dann braucht es Vergebung, den Verzicht auf Wiedergutmachung oder gar Rache.

Ostern erinnert uns alle Jahre wieder daran, dass Gott in Christus den Menschen ihre Schuld vergeben hat und bereit ist, sich mit jedem Menschen zu versöhnen. Wie gut, dass unser Gott „gnädig und barmherzig, geduldig und voller Güte“ ist. Wie gut, dass seine Versöhnung mit uns das Herz des christlichen Glaubens ist.

Allerdings ist Vergebung keine rein religiöse Angelegenheit. In jeder Beziehung, die auf Dauer halten soll, wird es immer wieder einen guten Umgang mit Fehlern und Schuld brauchen. Darum geht es im neuen Heft.

Neugierig? Hier geht’s direkt zum Heft-Download.

  • Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Kritik. Sagen Sie uns, was Ihnen gut gefällt. Und was nicht. Unsere Kontaktdaten finden Sie rechts auf dieser Seite.

2025-06-11T11:12:15+02:0011. Juni 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

„…uns als Menschen begegnen, einfach authenthisch“

25 Jahre im Dienst für die Stadtmission

Christine Kleß ist Vorstandsfrau für den Bereich Pflege und Soziales. Im April 2025 feiert sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Ein schöner Anlass, Person und Motivation genauer in den Blick zu nehmen.

Wie kamen Sie zur Stadtmission? Was hat Sie an der Arbeit hier gereizt und stimmten Ihre Vorstellungen mit der Realität überein?

Das ist eine spannende Geschichte. Ich war von 1993 bis März 2000 bei der Berliner Stadtmission. Die Stadtmissionen Deutschlands haben jährliche Konferenzen. 1999 bin ich mit Ewald Dengler, dem damaligen Direktor der Ev. Stadtmission Freiburg, vom Konferenzzentrum zum Hotel gelaufen. Er hat mich gefragt, ob ich als Süddeutsche nicht wieder in den Süden Deutschlands möchte. Auf meine Rückfrage „Braucht Ihr denn jemand in Freiburg?“ hat er mir gesagt, ich solle doch mal meine Unterlagen schicken, was ich dann auch gemacht habe und so nahm das seinen Lauf. Ich habe es nie bereut, dass ich nach Freiburg gekommen bin. Die Stadt ist einfach wunderschön und hier wurde meine Arbeit noch vielseitiger, als sie vorher in Berlin schon war.

Was geschah zwischen erster Stelle und heutiger Position?

Ich wurde im Jahr 2000 als Finanzreferentin eingestellt und war nach der Umstellung auf einen hauptamtlichen Vorstand die Abwesenheitsstellvertretung des alleinigen Vorstandes Ewald Dengler. Als dieser nun in Ruhestand ging wurde die Verantwortung auf drei Vorstände verteilt. Eine davon bin nun ich … für Pflege und Soziales.

Was begeistert Sie – immer noch, immer wieder – an Ihrer Arbeit? Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen?

Nach meinem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Augsburg war ich ein halbes Jahr in Wien und habe dort mit Flüchtlingen gearbeitet. Dort entstand mein großer Wunsch, mit Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir, zu arbeiten. Damals hatte ich das Gefühl, dass ich den falschen Studiengang gewählt hatte. Ich wurde durch Gottes Führung eines anderen belehrt. Ich wurde berufen nach Berlin und dann nach Freiburg, um in einer christlichen Organisation meine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse für die Arbeit mit Menschen einzusetzen. Das hat mich immer begeistert und wird mich immer begeistern. Da muss eine Entscheidung auch mal gegen das Thema Wirtschaftlichkeit getroffen werden. Grundsätzlich muss diese aber auch in solchen Organisationen eine große Rolle spielen in der heutigen Zeit. Sonst ist man schnell am Ende. Ich bin viel in den Einrichtungen unterwegs und habe Kontakt zu den Mitarbeiter*innen und den Menschen, für die wir uns zuständig fühlen. Das war immer mein Ansinnen und das habe ich auch immer den Mitarbeiter*innen aus den Fachbereichen, die nicht direkt mit den uns anvertrauten Menschen arbeiten, gesagt: „Geht immer wieder raus zu den Menschen in den Einrichtungen. Ihr müsst wissen, wofür wir arbeiten.“ Eins der ersten Dinge, die ich anberaumt habe, als ich bei der Stadtmission Freiburg angefangen habe, war ein Betriebsausflug der Finanzabteilung in alle Einrichtungen.

Was sehen Sie als größte Herausforderung im Bereich Pflege in den nächsten fünf Jahren? Und wie wollen Sie diese angehen?

Die größte Herausforderung für die gesamte Gesellschaft und somit leider auch für uns wird sein, die immer größer werdende Zahl an pflegebedürftigen Menschen mit immer weniger Fachpersonal zu versorgen. Wir könnten noch einige Häuser bauen, haben aber nicht ausreichend Mitarbeiter*innen, die dort pflegen. Das heißt, dass wir aus aller Welt Mitarbeiter*innen rekrutieren. Das sorgt für ganz neue sprachliche, kulturelle und auch sonstige Herausforderungen wie „wo sollen sie wohnen?“. Wir sind hier auf dem Weg, wissen aber nicht, ob die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, ausreichend sein werden. Daran werden wir in den kommenden Jahren arbeiten müssen und auch an ganz neuen Versorgungstrukturen.

Gab es in 25 Jahren eine Begegnung, an die Sie sich besonders gerne erinnern?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir es bei der Stadtmission Freiburg schaffen, uns als Menschen zu begegnen mit Lachen und Weinen, in Gesundheit und Krankheit, einfach authentisch. Im Leitungsteam haben wir jährliche Klausurtage. Bei einer dieser Klausuren hatten wir Frauen im Leitungsteam für unsere männlichen Kollegen eine Überraschung. Es gab eine Farb- und Stilberatung für alle. Wir haben sehr viel gelacht an diesem Nachmittag, den ich sicher nie vergessen werde.

Zum Abschluss spielen wir eine Runde Entweder – Oder…

…Zeitung oder Buch? Buch

…Stadt oder Land? Land (mit Ausflügen in die Stadt 😊)

…Sonntag oder Werktag? Sonntag

…Konzert oder Museum? Konzert

…Sommer oder Winter? Sommer

2025-06-05T11:08:32+02:008. April 2025|Allgemein, Meldungen|

Wir sind ein Great Place to Work®!

„ Wir sind ein Great Place to Work®!“

„Die Evangelische Stadtmission Freiburg ist ein sehr guter Arbeitsplatz,“ sagen 73 Prozent unserer Mitarbeitenden.

Wir freuen uns riesig über die Zertifizierung! Über 800 Menschen sind bei der Stadtmission angestellt. Sie alle waren im Februar zur großen Mitarbeiterbefragung eingeladen. Nach den weltweit anerkannten Great Place to Work®-Standards konnte jede*r freiwillig und anonym abstimmen. Was läuft richtig gut? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Wie können wir die Stadtmission als attraktiven Arbeitsplatz weiterentwickeln? Wir wollten es wissen. Denn zufriedene Mitarbeitende sind der wichtigste Faktor bei der Verwirklichung unseres diakonischen Auftrags: Menschen in konkreten Problem- und Lebenslagen hilfreich zur Seite stehen.

Weitere Ergebnisse aus der Umfrage: 84 Prozent sind der Meinung, dass sie an ihrem Arbeitsplatz einen wichtigen Beitrag leisten können. Genauso viele sagen, dass ihre Arbeit mehr als ein „Job“ ist: Sie hat besondere Bedeutung und Sinn. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden, die teilgenommen haben.

2025-03-28T12:08:25+01:0028. März 2025|Allgemein, Meldungen|

Campingkirche Titisee

2026-04-09T16:11:17+02:0027. März 2025|Aktuell, Allgemein, Termine|

„Die Arbeit im Team ist das Beste“

Gruppe indischer Pflegekräfte„Die Arbeit im Team ist das Beste“

Nichts brauchen wir in der Pflege dringender als gute Fachkräfte. Viele ausländische Pflegekräfte bringen bereits eine gute Ausbildung mit. Manche haben ein Studium abgeschlossen und mehrjährige Berufserfahrung. Ihre Abschlüsse müssen jedoch in Deutschland erst anerkannt werden.  Dazu ist eine weitere Ausbildung nötig. Die Evangelische Stadtmission Freiburg bietet ihnen diese Möglichkeit. Acht Frauen aus Indien haben wir interviewt. Einige sind erst seit ein paar Monaten hier, andere stehen kurz vor ihrer Anerkennung als Pflegefachkraft.  Sie haben uns Einblicke gegeben in ihre Erfahrungen und Herausforderungen. Was ist ähnlich oder ganz anders in Indien? Wie geht es nach der Anerkennung weiter? Lesen Sie selbst…

Sneha und Neethu
„Wir kommen aus Kerala. Die Stadt mit etwa 3,5 Millionen Einwohnern liegt im Süden Indiens. Wir wollten eine neue Kultur kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Für eine sichere Zukunft und mehr Lebensqualität müssen wir Geld verdienen. Seit ungefähr zwei Jahren sind wir jetzt in Deutschland. Zuerst haben wir in einem Krankenhaus gearbeitet. Es gab aber dort keine Möglichkeit, unsere Prüfung für die Anerkennung als Pflegefachkraft zu machen. Durch eine Agentur sind wir zur Stadtmission gekommen und arbeiten jetzt im Pflegehaus Nouvelle in Breisach. Wir möchten alten Menschen helfen. Uns gefällt der Kontakt mit den Bewohnern. Hier können wir uns dauerhaft um die gleichen Personen kümmern. Die Arbeit im Team ist das Beste.

Es gibt viele Unterschiede zwischen indischer und deutscher Kultur. In Indien ist zum Beispiel Rauchen und Trinken auf der Straße verboten, in Deutschland nicht. In Deutschland gibt es viele Verkehrsregeln und alle machen mit. In Indien gibt es zwar Ampeln, aber darauf achtet niemand. Zug fahren ist auch gefährlich. Beim Kochen benutzen wir sehr viele Gewürze. Wir mussten uns erst an das Essen hier erst gewöhnen, aber jetzt schmeckt es uns.Eine Herausforderung in Deutschland ist die Sprache. Das Wetter ist sehr kalt. Wir haben auch schon Rassismus erlebt. Was uns gut gefällt: Wir können Vollzeit oder Teilzeit arbeiten. Alles ist sehr sauber, die Lebensqualität ist hoch. Es gibt gute Luft und sehr viele Sorten Brot. Wie in Indien wachsen hier viele Bäume. Wir möchten 10 oder 15 Jahre in Deutschland bleiben.“

Shilpa
„Ich komme aus Kerala. Meine Schwester arbeitet seit zwei Jahren in Deutschland. Sie hat mir von den Arbeitsmöglichkeiten erzählt. Seit sechs Wochen arbeite ich im Pflegehaus Nouvelle in Breisach. Hier kann ich mein Deutsch verbessern, vor allem den Wortschatz in der Pflege. Ich möchte älteren Leuten helfen und viele Erfahrungen sammeln. Ich mag den Kontakt mit Menschen und die Teamarbeit. Mir gefallen die Sauberkeit hier und das Gesundheitssystem. Es gibt viele Arbeitsmöglichkeiten. Was in Indien anders ist: Wir kaufen nie Frühstück, Brot oder Wasser. Wir kochen oder backen selbst, mit vielen Gewürzen.“

Soumya und Divya
„Wir kommen aus Kerala. Eine Freundin und eine Cousine arbeiten schon länger in einem deutschen Krankenhaus. Sie haben uns davon erzählt. Wir sind jetzt seit einem Jahr in Deutschland. Erst haben wir in Leipzig gearbeitet. Durch eine Agentur sind wir nach Freiburg gekommen und arbeiten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Krozingen. Wir möchten neue Erfahrungen sammeln und Geld verdienen. Uns gefällt der Kontakt zu den alten Menschen und die Arbeit im Team. Was wir an Indien vermissen: Das Haus, in dem wir wohnen. Den Kaffee und die vielen Gewürze, die wir beim Kochen verwenden. Das Brot, das wir selbst backen. Das Fleisch vom Wasserbüffel. An Deutschland mögen wir die verschiedenen Arbeitszeitmodelle und -möglichkeiten. Die Lebensqualität und das Gesundheitssystem sind sehr gut.“
Soumya: „Ich möchte in Zukunft mit meiner Familie in Deutschland leben. Mein Mann arbeitet auch in der Pflege.“

Shinimol
„Ich komme aus Kerala. Ich bin seit drei Monaten hier und die Sprache ist noch eine Herausforderung für mich. Deutschland ist mein Traumland. Es ist sehr sauber. Es gibt eine Krankenversicherung und ein gutes Gesundheitssystem. Bildung ist kostenlos. Studenten können eine gute Ausbildung machen und haben Zeit dafür. Danach gibt es viele Arbeitsmöglichkeiten, zum Beispiel im Krankenhaus. Das System mit dem 58-Euro-Ticket ist auch sehr gut.  In Indien ist das Wetter ein bisschen anders, nicht so kalt. Das Essen schmeckt sehr intensiv, mit Gewürzen wir Kardamom und Pfeffer. Es gibt viel Wald. Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus kümmere ich mich gerne um die Bewohner. Ich möchte noch mehr mit ihnen sprechen. Ich mag die Pflege. Nach meiner Anerkennung als Pflegefachkraft möchte ich mit meiner Familie in Deutschland leben und hier arbeiten.“

Anjumol und Ashna
„Wir kommen aus Kottayam und Muvattupuzha in Indien und sind seit ein paar Monaten in Deutschland. Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus helfen wir den Bewohnern, gebe ihnen Essen, waschen und pflegen sie. Wir kümmern uns gerne und sprechen mit ihnen, auch wenn die Sprache nicht einfach ist. In Indien haben wir verschiedene Kasten, das ist in Deutschland komplett anders. Es gibt viel Natur, Wälder, Meer und auch wilde Tiere, zum Beispiel Elefanten. In Deutschland ist die Schule kostenlos und Studenten haben viele Möglichkeiten. Wir können im Krankenhaus oder Altenheim arbeiten. Die Arbeit wird besser bezahlt. Wir möchten Medizin studieren und hierbleiben.“
Anjumol: „Ich möchte auch meiner Tochter eine gute Ausbildung ermöglichen.“

2025-03-26T14:44:52+01:0026. März 2025|Allgemein, Meldungen|

Die neue Ausgabe unseres Magazins vonWegen ist da

vonWegen: Die erste Ausgabe 2025 ist da!

Die neue Ausgabe unseres Magazins vonWegen ist da! Mit dem ersten Heft in diesem Jahr greifen wir ein Thema auf, das derzeit Viele bewegt: Alles bleibt anders.

Wir leben in einer Zeit, in der sich vieles rasant verändert.  Wir fragen uns: Was kommt als Nächstes auf uns zu? Wo läuft es hin – mit mir und der Welt? Sind die großen Probleme unserer Zeit zu lösen? Der Blick in die Zukunft wird zusehends von Unsicherheit, offenen Fragen und Zukunftsangst getrübt.

Den Ereignissen und Trends wollen wir den Glauben entgegen setzen. Kurz vor Ostern wollen wir uns vergegenwärtigen, dass der christliche Glaube ein Auferstehungsglaube ist und kein Verehrungskult für einen längst verstorbenen Religionsstifter.

In diesem Sinne: Viel Vergnügen und gute Anregungen beim Lesen und Entdecken!

Neugierig? Hier geht’s direkt zum Heft-Download.

  • Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Kritik. Sagen Sie uns, was Ihnen gut gefällt. Und was nicht.

2025-03-10T13:36:20+01:006. März 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Nachlese Einführungsgottesdienst Michael Futterer

Nachlese Einführungsgottesdienst Michael Futterer

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am 16. Februar wurde der Vorstandsvorsitzende der Stadtmission in sein Amt eingeführt.

Mit dem Predigttext aus Prediger 7,15-18 ermutigte Dekanin Angela Heidler, die Dinge anzupacken, aber auch Maß zu halten und Raum für Gottes Gnade zu lassen.

Es folgten Zuspruch, Einsegnung und Gebet durch die Vorstandskollegen der Evangelischen Stadtmission, Norbert Aufrecht und Christine Kleß.

Nach einem kräftigen Willkommensapplaus der Gemeinde, rundeten Lobpreis und Gebet den Gottesdienst ab.

Beim anschließenden Empfang im Paulussaal durfte Michael Futterer Weggefährt*innen, Bekannte und Kolleg*innen von nah und fern begrüßen. Er freute sich über Würdigungen, Austausch und gute Gespräche mit allen Gästen.

Wer den Gottesdienst anschauen möchte, findet ihn auf dem Youtube-Kanal von dreisam3.

2025-03-10T13:42:12+01:0024. Februar 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Haltung zeigen – diakonisch handeln

Haltung zeigen – diakonisch handeln

Jede Zeit hat ihre eigenen Themen, Entwicklungen und Herausforderungen. Aktuell nehmen wir große Umbrüche und Verschiebungen in der GesellschaB und der Politik wahr, sowohl in Deutschland, als auch in Europa und der Welt. Radikalisierung und Intoleranz verschiedener Ausrichtungen nehmen zu; die Dialogbereitschaft, Solidarität und das Ringen um gemeinsame, kompromissfähige Lösungen nehmen ab. Teilweise werden dabei Positionen vertreten, die mit einem christlichen Menschenbild nicht vereinbar sind und die universelle Menschenwürde in Frage stellen.

Als diakonische Institutionen sehen wir uns aus unserem Glauben heraus verpflichtet, auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes für ein Miteinander einzutreten, das die Menschenwürde achtet. Gemeinsam mit dem Diakoniekrankenhaus Freiburg i.Br., der Evangelischen Kirche in Freiburg, dem Evangelischen Stift Freiburg und dem Diakonischen Werk Freiburg i.Br. setzen wir uns für Toleranz und Dialog statt Spaltung ein. Nach dem christlichen Menschenbild ist jede Person in ihrer Einmaligkeit und ganzen Persönlichkeit von Gott gewollt und angenommen. Das verleiht ihr eine unteilbare und unverlierbare Würde und lässt sie bedingungslos wertvoll sein. Deshalb stehen wir für ein gewaltfreies, demokratisches Miteinander und die Achtung Aller ein, unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft, religiöser Überzeugung und sexueller Orientierung. Eine starke Zivilgesellschaft, eine breite demokratische Verankerung von Entscheidungen und den Schutz der Freiheit halten wir für unabdingbar.

Wir setzen uns ein für ein offenes Miteinander, die bedingungslose Achtung der Menschenwürde und die Stärkung der Demokratie: Wir halten es für wichtig, sich dauerhaft am demokratischen Diskurs zu beteiligen und sich für eine offene Gesellschaft stark zu machen. Daher rufen wir dazu auf, die Demokratie durch Teilnahme an der bevorstehenden Wahl zu stärken.

„Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus. Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl. Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.“ (Aus dem Brief an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 2)

2025-03-04T10:05:09+01:0012. Februar 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|
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