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vonWegen Ausgabe 2/26 ist da

Gemeinsam unterwegs sein

Die neue Ausgabe des vonWegen ist da!

Die neue Ausgabe unseres Magazins vonWegen ist da! Der Titel: Verbunden sein. Es geht um Kooperation, Zusammenwirken, gemeinsam ein Ziel verfolgen.

Nicht nur Menschen sind soziale Wesen, die einander brauchen, um gut leben und gemeinsam etwas auf die Beine stellen zu können. Auch Organisationen existieren nicht im luftleeren Raum, sondern wirken in und mit einem Netzwerk von Partnerinnen und Partnern.

Das gilt auch für die Evangelische Stadtmission Freiburg. In diesem Heft geht es viel um uns. Aber nicht als Nabelschau, sondern unter der Leitfrage: Was alles ist eigentlich der Stadtmission? Wie sind ihre Arbeitsfelder verbunden? Und wie ist die Stadtmission mit anderen Partner:innen vor Ort, in der Region und darüber hinaus vernetzt? Was sind die Ziele unseres Engagements und unter welchem Stern steht all unser Handeln?

Einige unserer Partner:innen haben wir gefragt, wie sie auf die Stadtmission schauen und ein buntes Mosaik an Antworten zusammengetragen. Dazu gehört auch die Stadt Freiburg, die als Engagierte Stadt ganz unterschiedliche Formen von sozialem Engagement vereint.

Aber wir blicken aber auch weit zurück auf frühe christliche Gemeinden und fragen uns: Wie hat man damals Netzwerke geknüpft? Einige Beispiele zeigen: Paulus hatte ein weitverzweigtes Netzwerk, ganz ohne digitale Unterstützung.

Verbunden sein ein Thema der Stunde. Einsamkeit, Vereinzelung und Ellbogenmentalität sind Probleme unserer Gesellschaft. Dem wollen wir entgegensetzen: Es kommt darauf an, verbunden zu sein. Andere wahrnehmen und sich gemeinsam mit anderen auf den Weg machen. So kommen wir voran.

Neugierig? Hier geht’s direkt zum Heft-Download.

Übrigens: Am Freitag, 3. Juli 2026 findet eine kleine Reise ins Innere der Stadtmission statt! Von 16 bis ca. 19 Uhr unternehmen wir eine Tour zu den Freiburger Einrichtungen der Stadtmission. Herzliche Einladung!
Wir starten im Thomaszentrum Freiburg, Tullastraße 15, 79108 Freiburg, Treffpunkt Haupteingang.
Die Tour ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis 26.06. an. Kontakt: Katja Weber-Hofmann, Tel. 0761 31917-0 oder per Mail an info@stadtmission-freiburg.de

  • Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Kritik. Sagen Sie uns, was Ihnen gut gefällt. Und was nicht. Unsere Kontaktdaten finden Sie rechts auf dieser Seite.

2026-06-11T14:08:54+02:0011. Juni 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

24-Stunden-Lauf für Kinderrechte 2026

2026-05-28T08:58:45+02:0028. Mai 2026|Aktuell, Termine|

ALPHA Buchhandlung: Eröffnung an neuem Standort

2026-05-27T11:45:39+02:0027. Mai 2026|Aktuell, Termine|

Festliche Vaterhaus-Eröffnung in Heitersheim

Ein strahlendes Fest voller Freude und Dankbarkeit

Festliche Vaterhaus-Eröffnung in Heitersheim

Strahlender Sonnenschein lag über dem Malteserschloss Heitersheim, als am 22. Mai 2026 zahlreiche Gäste zusammenkamen, um die neuen Wohngruppen der Vaterhaus gGmbH feierlich zu eröffnen. Farbenfrohe Dekorationen schmückten das Gelände, Luftballons tanzten im Wind, Blumen setzten lebendige Akzente und überall lag eine heitere, warmherzige Stimmung in der Luft. Es war ein Nachmittag, der Gemeinschaft spürbar machte und die Freude über den neuen Lebensort eindrücklich zum Ausdruck brachte.

Vertreterinnen und Vertreter aus Heitersheim, Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kooperationspartner:innen sowie Freund:innen der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. und zahlreiche weitere Gäste füllten den Platz mit Leben. Auf der Bühne erzählte Geschäftsführer Armin Rüde die Geschichte des Weges nach Heitersheim auf besondere Weise: Mit verschiedenen Puzzleteilen setzte er Schritt für Schritt den Entstehungsprozess zusammen. Dabei wurde deutlich, wie viele Herausforderungen es zu meistern galt, bevor Anfang April die Kinder und Jugendlichen in ihr neues Zuhause einziehen konnten.

Mit großer Wertschätzung richtete er seinen Dank an alle Beteiligten, besonders an die Mitarbeitenden des Vaterhauses, die den Umzug neben ihrem anspruchsvollen Alltag mit großem Engagement gestemmt haben. Seine Worte fanden Resonanz und spiegelten die Dankbarkeit wider, die sich durch den gesamten Nachmittag zog.

Für bewegende Momente sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst: In einer pantomimisch-tänzerischen Darbietung brachten sie Themen wie Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Anerkennung zum Ausdruck. Mit Blumen als Symbolen erzählten sie eine Geschichte: mit Tanzmusik, berührend und kraftvoll zugleich.

Blick zurück und nach vorn

In den Grußworten von Christoph Zachow, Bürgermeister der Stadt Heitersheim, Thorsten Culmsee, Sozialdezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, sowie Vanessa Völkel, Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, standen vor allem gute Wünsche für das Ankommen in der neuen Heimat im Vordergrund. Christoph Zachow hieß das Vaterhaus in Heitersheim herzlich willkommen und überreichte bei sommerlichen Temperaturen einen Eisgutschein an die Vaterhaus-Verantwortlichen. Thorsten Culmsee begann seine Rede mit einem längeren Zitat aus dem Buch „Die Nulllinie“ des polnischen Autors Szczepan Twardoch, in dem bedrückende Erfahrungen im Gefechtsstand zum Ausdruck kommen. Diese ernste Einleitung nutzte Culmsee, um die Last der Erfahrungen zu vergegenwärtigen, die für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus prägend sind. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie wichtig ein stabiles, verlässliches Zuhause ist, das die Vaterhaus-Kinder in Heitersheim nun gefunden haben. Vanessa Völkel knüpfte in ihrer Rede ebenfalls an die Fluchterfahrungen der Vaterhaus-Kinder an und stellte in ihrer Rede das Engagement aller Beteiligten heraus, den Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu geben, angenommen und willkommen zu sein, ihnen Schutz und Fürsorge zu schenken. Aus großer Unsicherheit am Anfang ist nun eine stabile und anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Schritt für Schritt und mit großem Engagement der Beteiligten gewachsen, so Völkel.

„Es ist uns eine große Freude, dass wir mit dem Malteserschloss Heitersheim ein stabiles und schönes Zuhause für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus finden konnten. Es mussten wirklich einige Puzzlestücke auf glückliche Weise ineinandergreifen, damit wir hier heute die Eröffnung der Vaterhaus-Wohngruppen in Heitersheim feiern können. Ich bin froh, dass das alles geklappt hat und wünsche den Kindern, dass sie diese herrliche Gegend zu ihrer Heimat machen.“ (Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.)

Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., fügte mit der Einladung zu einem gemeinsamen Gebet für die neuen Vaterhaus-Räume den letzten Puzzlestein zum Reigen der Redebeiträge.

Musik, Begegnung und jede Menge Freude

Zwischen den Programmpunkten erfüllte der Freiburger Chor Polyton die Luft mit Musik. Die Sängerinnen und Sänger brachten Leichtigkeit und Schwung in den Nachmittag und lockerten mit Liedern die Redebeiträge auf unterhaltsame Weise auf.

Im Anschluss öffneten sich die Türen der neuen Wohngruppen: Bei Führungen erkundeten die Gäste die hellen, freundlich gestalteten Räume und konnten einen Eindruck vom neuen Zuhause der Kinder und Jugendlichen gewinnen. Draußen lud die festlich geschmückte Anlage zum Verweilen ein. Bei Kaffee, Kuchen, erfrischenden Getränken und liebevoll zubereiteten Häppchen aus der Vaterhaus-Küche in Bad Krozingen entstanden lebendige Gespräche, neue Begegnungen und viele herzliche Momente.

Auch für die jungen Bewohner:innen hielt der Nachmittag zahlreiche Highlights bereit: Ein Foodtruck lockte mit duftenden Waffeln und Crêpes, eine Hüpfburg sorgte für ausgelassene Bewegung und ein Zauberer mit Drehorgel brachte Kinderaugen zum Leuchten. Begeistertes Staunen und fröhliches Lachen begleiteten das bunte Treiben.

Eine ganz besondere Überraschung wartete ebenfalls: Mit viel Geduld und Kreativität gestaltete eine Mitarbeiterin zwei aufwändige Torten, geschmückt mit bunten Tierfiguren – passend zu den Wohngruppen „Tiger“ und „Delfin“. Die kunstvollen Werke sorgten nicht nur für bewundernde Blicke, sondern auch für große Freude bei denen, die sich aufs gemeinsame Genießen freuten.

Ein weiteres Highlight bildete die Tombola, deren Erlös in die Anschaffung eines Hasenstalls fließt, ein Herzensprojekt der Kinder. Ergänzend dazu präsentierte eine kleine Ausstellung beeindruckende Kunstwerke, die in kreativ-therapeutischen Angeboten entstanden sind.

So ging ein fröhlicher, lebendiger und zugleich berührender Nachmittag zu Ende. Zwischen Sonnenstrahlen, Musik und Begegnungen entstand ein Gefühl von Aufbruch, Zusammenhalt und Zuversicht. Das Malteserschloss in Heitersheim hat sich an diesem Tag nicht nur als neuer Standort gezeigt, sondern als Ort, an dem Gemeinschaft wächst und Zukunft beginnt.

2026-06-11T09:47:22+02:0026. Mai 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Feierliche Eröffnung der neuen AUSWEG-Räume

Feierliche Eröffnung des neuen AUSWEG-Standorts

Stimmungsvolles Fest in Thomaskirche und den neuen Räumen der Beratungsstelle

Am Freitag, 24. April durften wir den neuen Standort von AUSWEG, der Suchtberatungsstelle der Ev. Stadtmission Freiburg e.V. einweihen. Gemeinsam mit dem AUSWEG‑Team, zahlreichen Kooperationspartner:innen, Vertreter:innen aus Stadt und Landkreis, der Diakonie Baden, der Thomasgemeinde sowie vielen weiteren Gästen ist ein stimmungsvolles Eröffnungsfest der neuen Räume im Thomaszentrum gelungen.

Auftakt in der Thomaskirche

Nach der Begrüßung durch Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., richteten Boris Gourdial, Leiter des Amts für Soziales der Stadt Freiburg, Knut Schneider, Jugendamtsleiter des Landkreises Breisgau‑Hochschwarzwald, sowie Annalena Volz, Referentin für Suchthilfe der Diakonie Baden und Vorsitzende der Landesstelle für Suchtfragen, ihre Grußworte an die Gäste. Neben Glückwünschen zu den hellen, modernen und großzügigen Räumen stand vor allem der ausdrückliche Dank an das Team der Suchtberatungsstelle im Mittelpunkt. Alle Redner:innen betonten die hohe fachliche Qualität und die große gesellschaftliche Bedeutung der Suchtberatung als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Suchtproblemen und ihre Angehörigen.

Michael Futterer hob hervor:

Die Suchtberatung gehört für die Evangelische Stadtmission Freiburg seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert zum Kern unseres Auftrags. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit den neuen Räumlichkeiten im Thomaszentrum einen einladenden Ort haben, an dem wir auch künftig Menschen Auswege aus der Sucht eröffnen und sie auf diesem Weg begleiten können.

Eine Besonderheit des neuen Standorts zog sich wie ein roter Faden durch die Grußworte und den geistlichen Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.: Im Thomaszentrum begegnen sich ganz unterschiedliche Generationen und Lebenssituationen. Neben der Suchtberatungsstelle gehören ein Seniorenpflegeheim, ein Kindergarten und die Thomaskirche zum Thomaszentrum. Annalena Volz beschrieb dies treffend als einen Ort, an dem „unter einem Dach das ganze Leben abgebildet wird“.

Glückwünsche an das AUSWEG‑Team und dessen langjährigen Leiter Willi Vötter richtete auch Christine Kleß, Vorstand Pflege und Soziales der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. Im Anschluss stellte sich das Team der Beratungsstelle auf sympathische Weise vor – ein Moment, der die wertschätzende Atmosphäre des Nachmittags besonders unterstrich.

Begegnung und Austausch in den AUSWEG-Räumlichkeiten

Bei einem anschließenden Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten bot sich viel Gelegenheit für persönliche Gespräche, Austausch und Begegnung. Die Gäste konnten die modern eingerichteten, lichtdurchfluteten Beratungsräume kennenlernen und das Fest bei alkoholfreien erfrischenden Getränken, Kaffeespezialitäten in Barista‑Qualität sowie süßen und herzhaften Leckereien in entspannter Stimmung ausklingen lassen.

Räume für unsere Suchtberatung

Seit Ende Januar hat AUSWEG, die Suchtberatungsstelle der Ev. Stadtmission Freiburg, im Thomaszentrum in Freiburg-Zähringen eine neue Heimat gefunden. Wir haben dort deutlich mehr Platz für unser Team und unsere Gäste. Menschen mit Suchtproblemen brauchen mehr als nur eine offene Tür. Sie brauchen einen Ort, der Ruhe und Geborgenheit schenkt, Raum schafft für ein Gespräch voller Nähe und Vertrauen. Unsere neuen Räumlichkeiten bieten genau das: einen Ort für Einzelgespräche, Gruppenangebote und Begegnungen, die Mut machen.

Diesen Ort hat AUSWEG in seinen neuen Räumlichkeiten im Thomaszentrum. Dort stehen dem Team nun vier statt bisher zwei Büros zur Verfügung. Dadurch können mehr vertrauliche Einzelgespräche parallel stattfinden. Hinzu kommen ein größerer Gruppenraum und ein barrierefreier, einladender Eingangsbereich. Damit ist ein Ort entstanden, der Ruhe, Geborgenheit und Vertrauen fördert – zentrale Voraussetzungen für gelingende Suchtberatung.

Herzlichen Dank für Unterstützung und Engagement

Unser besonderer Dank gilt der GlücksSpirale, deren finanzielle Unterstützung den Umbau und die moderne Ausstattung der Räume erst möglich gemacht hat. Ebenso danken wir der Volksbank Freiburg, die mit ihrer Förderung die Anschaffung eines digitalen Flipcharts unterstützt hat und damit neue, nachhaltige Möglichkeiten für die Beratungsarbeit eröffnet.

Nicht zuletzt danken wir dem gesamten AUSWEG‑Team und allen Beteiligten für die engagierte Vorbereitung der Eröffnungsfeier. Mit viel Liebe zum Detail wurde eine offene, herzliche und feierliche Atmosphäre geschaffen, die den Geist des neuen Standorts eindrucksvoll widerspiegelt.

2026-04-29T09:13:54+02:0028. April 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Anselm Grün in der Pauluskirche Freiburg

Zuversichtlich bleiben: ein inspirierender Abend mit Anselm Grün in der Pauluskirche

Mit seinem Vortrag „Zuversichtlich bleiben – einfach leben“ hat der Benediktinerpater und Bestsellerautor Anselm Grün die voll besetzte Pauluskirche in Freiburg mit Impulsen zur Kunst des Lebens begeistert. Kein Platz blieb unbesetzt, selbst auf den Stufen zur Empore lauschten die Zuhörer:innen aufmerksam der ruhigen, eindringlichen Stimme des über 80‑Jährigen. Präsenz und Ausstrahlung des bekannten Ordensmannes machten den Abend anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Anselm Grüns Monatsbrief „einfach leben“ zu einem besonderen Erlebnis.

Anselm Grün, den die Südwestpresse einmal als das „sympathische Gesicht der katholischen Kirche“ bezeichnete, sprach über die Kunst des Lebens: klar in der Sprache, tief in der Wirkung. Hoffnung und Zuversicht standen im Zentrum seines Vortrags. Sie bedeuten für ihn nicht, die Herausforderungen unserer Zeit auszublenden, sondern eine bewusste innere Haltung einzunehmen: den Blick auf das zu richten, was trägt und stärkt. Diese Haltung führt aus der passiven Ohnmacht in eine aktive Gestaltungsfreiheit, gegründet im Vertrauen auf Gott und offen für das Leben im gegenwärtigen Moment.

Wie ein roter Faden zog sich durch den Abend die Frage, was ein „einfaches Leben“ im besten Sinn ausmacht. Immer wieder kam Pater Anselm Grün darauf zurück: Wir können oft nicht die Dinge ändern, aber wir können steuern, wie wir auf die Dinge schauen. Es geht um unsere Haltung und unseren Blick.

Dankbarkeit schärft den Blick für das Gelingen, Verstehen ohne vorschnelles Bewerten öffnet den Raum für Begegnung. Anselm Grün ermutigte dazu, die eigene Sehnsucht wahrzunehmen, den inneren heiligen Raum zu schützen und Verletzungen durch Vergebung zu heilen. Am Anfang dieses Weges steht für ihn immer die Annahme der eigenen Person, eine Einladung zu Milde und Freundlichkeit sich selbst gegenüber.

Zum Abschluss führte Anselm Grün die Zuhörenden in ein kleines Ritual, wie es viele aus seinen Vorträgen kennen und schätzen. In stiller Konzentration öffnete sich der Raum für die Worte eines sehr alten Gebets, ein Moment konzentrierter Verdichtung, der viele sichtlich berührte.

Auch nach dem Vortrag nahm sich Pater Anselm Zeit: Geduldig signierte er Bücher, die am reich bestückten Büchertisch der ALPHA Buchhandlung erworben werden konnten, und kam mit den Besucher:innen ins Gespräch.

Unser herzlicher Dank gilt Anselm Grün für diesen inspirierenden Abend sowie den beteiligten Veranstaltern: dem Herder Verlag, der Gemeinde dreisam3 in Verbindung mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg und der ALPHA Buchhandlung Freiburg.

2026-04-28T10:56:15+02:0021. April 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Der Sonnenkönig und der Menschensohn

Der Sonnenkönig und der Menschensohn

Kürzlich war ich mit meiner Frau in Versailles, um das Schloss und die Gärten zu besichtigen. Allen Paris-Urlaubern empfehle ich den Abstecher: Es lohnt sich. Das Schloss ist mehr als beeindruckend groß und pompös. Die endlos vielen Säle sind edel ausstaffiert und voll von Büsten und übergroßen Gemälden. Der riesige Spiegelsaal mit seinen Skulpturen, Kronleuchtern, Spiegeln und Deckengemälden lässt einen auch heute noch den Glanz alter Zeiten spüren. Die Parkanlage steht in Dimension und Schönheit dem Palast in nichts nach. Hunderte verschiedener Bäume, Blumenbeete, Lustgärten, Pavillons, eine Orangerie, Kolonnaden, Skulpturen, eine Grotte, zahlreiche Teiche, einen Kanal und natürlich viele Springbrunnen sind auf dem immer noch über 800 Hektar großen Gelände zu entdecken. In der Blütezeit von Versailles waren die Gärten oft Schauplatz von Festen und Feiern. Die Besucher wurden mit Schauspielen, Musik und Feuerwerken verwöhnt. Sogar Seespektakel wurden nachgestellt, bei denen Schiffe mit Kanonen und Feuerwerkskörpern ausgestattet waren. Auf dem großen Kanal fuhren auch Gondeln, die Ludwig XIV. eigens aus Italien mitgebracht hatte.

Alles überwältigend groß und schön. Aber das Staunen und Genießen der gebauten und gepflanzten Schönheit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass all die Pracht und der Prunk ein maßloser Ausdruck von Machtgier und Genusssucht ist, durch skrupellose Ausbeutung geschaffen, exklusiv für eine adlige Elite. Ludwig XIV. inszenierte sich als Sonnenkönig. Wie die Planeten um die Sonne kreisen, sollte alles sich nur um ihn drehen – um ihn, den „König von Gottes Gnaden“, der selbstverständlich auch Herr über Religion und Recht war, als Gesetzgeber und oberster Richter natürlich selbst über dem Recht stand und als König durchregieren konnte. Er war ein absoluter Herrscher, der in unglaublichem Luxus lebte, während sein Volk unter Steuern und Ausbeutung litt.

Am Abend unseres Besuchs in Versailles lese ich den Wochenspruch für die vorletzte Woche vor dem Osterfest:

„Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“ (Matthäus 20,28)

So redet Jesus über sich selbst. Was für ein Kontrast!

Auf der einen Seite ein Mensch, der sich zum Halbgott stilisiert und selbstverliebt und gut bewacht in seinem Wellness-Ressort bedienen lässt. Auf der anderen Seite Gott, der in Jesus Christus Mensch wird und sich unters Volk mischt, um den Mühseligen und Beladenen, den Kranken und Ausgegrenzten zu dienen und ihnen Vergebung und die Liebe Gottes zuzusprechen. Ganz ohne Pomp, Machtanspruch und Starallüren. Weit weg von jeglicher Komfortzone. Im Gegenteil: Jesus hat sein eigenes Leben eingesetzt, um die Menschheit aus ihrer Gottferne zu erlösen.

Was für ein Gott ist das? Ihn feiern Christen an Karfreitag und Ostern. Und freuen sich über seinen Sieg über alles Böse und Todbringende. Tragen die Vision und Sehnsucht nach dem neuen Jerusalem, der Stadt Gottes, die Versailles bei weitem in den Schatten stellen wird und in der Gott mitten unter seinen geliebten Menschen leben wird, im Herzen. Und im Alltag will Christus ihnen die Richtung vorgeben: Christsein bedeutet, in Jesu Fußstapfen Menschen zu dienen und so die Welt zu verwandeln. Wo das geschieht, entsteht eine österliche Schönheit und ein Hauch von Auferstehung und Erlösung kommt in unsere unerlöste Welt.

Text von Norbert Aufrecht (Vorstand Diakonische Theologie, Ev. Stadtmission Freiburg e.V.)

2026-04-07T13:17:09+02:005. April 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

vonWegen Ausgabe 1/26 ist da

Aufatmen – loslassen – Erlösung erfahren

Die neue Ausgabe des vonWegen ist da!

Erlösung: Das ist der Titel der ersten Ausgabe unseres Magazins vonWegen in diesem Jahr. Erlösung – das ist ein großes, bedeutungsschweres Wort. Viele Bilder und Assoziationen schwingen mit. Es ist ein Wort, das in uns Bilder weckt: Hoffnung, Leichtigkeit, Neubeginn.

Einige davon haben direkt mit unserem Glauben zu tun und mit der Osterzeit, Christi Kreuzestod und Auferstehung. Ostern, das Hoffnungsfest der Christ:innen, ist das Fest der radikalen Verwandlung und auch der tiefsten Erlösung. Das feiern wir mit Licht, Farbe, Gesang am Ostersonntag. Und auch das Osterlachen, eine schöne Tradition, die hier und da in den Kirchen wiederbelebt wird, ist ein Erlösungssymbol: Trauer verwandelt sich in Freude, Schwere in Leichtigkeit, der Tod wird verlacht.

Erlösung ereignet sich auf unterschiedliche Weise im Leben von Menschen, manchmal leise, manchmal kraftvoll. Sie kann bedeuten: Ich kann wieder aufatmen. Ich darf loslassen. Ich finde neue Hoffnung.

In dieser Ausgabe schauen wir auf viele verschiedene Facetten von Erlösung. Es gibt Beiträge u. a. zu:

  • Was ist am Kreuz auf Golgatha passiert?
  • Gott schenkt uns Hoffnung
  • Erlösungsversprechen in der Werbung: Wie funktionieren sie?
  • Von der Sucht befreit
  • Wenn der Tod die erwünschte Erlösung ist: Debatten um Suizidprävention und Sterbehilfe
  • Zwei Menschen erzählen von ihren persönlichen Erlösungserfahrungen

Neugierig? Hier geht’s direkt zum Heft-Download.

  • Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Kritik. Sagen Sie uns, was Ihnen gut gefällt. Und was nicht. Unsere Kontaktdaten finden Sie rechts auf dieser Seite.

2026-03-26T09:25:22+01:0026. März 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Gesprächsrunde „Sozialpolitik vor Ort“

Politischer Austausch zu Gesundheitsversorgung und Pflege

Diskussion mit Kandidierenden zur Landtagswahl im Diakoniekrankenhaus Freiburg

Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg fand am Mittwoch, 25. Februar 2026 im Diakoniekrankenhaus Freiburg eine Diskussion zum Thema Gesundheitsversorgung und Pflege statt. Auch die Evangelische Stadtmission Freiburg e.V. hat gerne daran teilgenommen. Zu der Gesprächsrunde „Sozialpolitik vor Ort“ hat die Diakonie Baden Landtagskandidierende eingeladen und mit Vertreterinnen und Vertretern sozialer Einrichtungen vor Ort ins Gespräch gebracht. Thema des intensiv geführten Austauschs war, wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in Stadt und Region zukunftsfest aufgestellt werden können.

Der Einladung waren Landtagskandidierende mehrerer Parteien gefolgt: Linus Kionka (FDP), Katrin Kern (CDU), Imke Pirch (DIE LINKE), Nadyne Saint-Cast MdL (Grüne), Viviane Sigg (SPD). An der Diskussion waren zudem beteiligt: Oberkirchenrätin Sabine Jung, Michael Decker, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniekrankenhauses Freiburg, Annika Köber, Leiterin des Gerontopsychiatrischen Pflegezentrums Landwasser, Benjamin Kessinger, Bereichsleiter ambulante Pflege beim Evangelischen Stift Freiburg und Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.

Im Fokus standen Fragen, wie finanzielle Nachteile konfessioneller Krankenhäuser ausgeglichen werden könnten, welche strukturellen Hürden bei der Beschäftigung von internationalen Fachkräften abzubauen wären und ob Themen wie Nachhaltigkeit oder Innovation weiterhin alleinige Aufgaben der jeweiligen Einrichtung sein müssten.

Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., erläuterte in seinem Statement, was es für eine Einrichtung bedeutet, vorhandene Pflege-Immobilien zukunftsfest auszustatten:

Digitalisierung, Hitzeschutz, Nachhaltigkeit – all das ist wichtig, aber in den bestehenden Strukturen kaum finanzierbar. Fördermittel reichen bei weitem nicht aus und steigende Eigenanteile bringen Bewohnerinnen und Bewohner an ihre Grenzen.

Die Gesprächsrunde „Sozialpolitik vor Ort“ ist Teil der Kampagne „Soziales IST Zukunft!“, an der sich die Diakonie Baden als Mitglied der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg (Liga-BW) beteiligt. Die Kampagne soll erreichen, die Erfahrungen der Wohlfahrtsverbände in politische Entscheidungen fachlich fundiert einzubringen.

2026-02-27T15:52:05+01:0027. Februar 2026|Aktuell, Allgemein, Meldungen|
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