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Das Beste kommt noch?

Wenn man Ende November schon mal im Keller ist, um die Herbst-Deko wieder zu verstauen, dann macht es Sinn, gleich die Weihnachtskiste mit hoch zu nehmen, die Sterne aufzuhängen, vielleicht auch schon die Weihnachtskrippe. Und warum nicht gleich auch schon den Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer stellen? Dann ist das auch schon erledigt. Nur: Vom 1. Advent bis zum Heilig Abend gibt’s dann keine Steigerung mehr. Dabei ist Advent doch die Zeit der gespannten Erwartung. Und der Vorbereitung. Advent ist wie ein Haus bauen, oder wie kochen oder wie eine Schwangerschaft: Das Beste kommt noch!

Um Vorbereitungen und Erwartung geht es auch im Wochenspruch für die 3. Adventswoche: „Bereitet dem HERRN den Weg, denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“ Der Prophet Jesaja kündigt das machtvolle Eingreifen Gottes in die Weltgeschichte an. Christen haben in Jesus dieses Eingreifen Gottes erkannt. Eine große Zeitenwende. Wobei: Wir teilen unsere Zeit zwar in vor und nach Christus ein, aber wurde die Welt durch ihn tatsächlich grundlegend verändert? Ich würde sagen: Nein! Jesus hat Menschen, einzelne Menschen verändert. Hat Heilvolles in ihr Leben gebracht, sei es Gesundheit, die Erfahrung des Geliebtwerdens, der Vergebung oder Glaube und Hoffnung. Jesus hat gute Wirkungen in dieser Welt hinterlassen. Aber eben nur bei einzelnen Menschen.

Dann hat er den Stab an seine Nachfolger*innen übergeben. Die sollen, ausgerüstet durch Gottes Geist, dafür sorgen, dass „sein Reich komme, sein Wille geschehe“. Und tatsächlich haben die über die Jahrhunderte die Welt verändert. Sicher, es war nicht alles gut was sie in Gottes Namen getan haben und es ist nicht alles gut in dieser Welt. Die globalen Katastrophen und Kriege führen uns die begrenzte Reichweite menschlicher Bemühungen vor Augen. Über immer mehr Menschen, die das wach anschauen, legt sich ein grauer Schleier aus Resignation und Zukunftsangst.

Wie gut und tröstlich, dass wir im Advent erinnert werden: Das, was ist, ist noch nicht alles. Das beste kommt noch! „Der HERR kommt gewaltig!“ Er ist der Hoffnungsträger, die Lichtgestalt, der Game-Changer, den sich viele Menschen ersehnen. Und er wird kommen. Wir wissen nicht wann und wie. Aber wir dürfen glauben: Er wird kommen. Und dann wird Alles, wirklich Alles gut werden.

Aber noch sind wir im Advent, in der Zeit der Erwartung und der Vorbereitung auf dieses machtvolle Eingreifen Gottes. „Bereitet dem HERRN den Weg…“ sagt der Prophet. „Folgt mir nach…“ sagt Jesus. Also: Kein gelangweiltes Warten wie an der Bushaltestelle ist angesagt, sondern das Mitmachen bei dem, was Gott wichtig ist: Gerechtigkeit, Versöhnung, Frieden, Hilfe in die Welt bringen. Barmherzig mit Menschen sein. Zur Umkehr aufrufen und zum Glauben einladen.

Die Vision von Gottes Zukunft möge uns beseelen. Sein Geist möge uns beflügeln. Und seine Liebe möge uns erfüllen und aus uns ausstrahlen.

Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Evangelischen Stadtmission Freiburg

2025-12-12T14:02:57+01:0012. Dezember 2025|Allgemein|

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Liest man den Predigttext für den 2. Adventssonntag hat man schnell ein wenig adventlich-behagliches Weltuntergangsszenario vor Augen: In Lukas 21,25-33 ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen die Rede, von einem tosenden Meer und vernichtenden Wellen. Von so enormen globalen Erschütterungen, dass die Menschen nicht nur ratlos werden, sondern sogar in Angst und Schrecken versetzt werden.
Es mag heute eine wachsende Zahl von Menschen geben, denen dieser Predigttext sehr nahe kommt, weil er ihr Lebensgefühl von Verunsicherung und Zukunftsangst anspricht. Auch im Advent. Die derzeitige Weltsituation mit all ihren Problemen gibt ja genug Anlässe dafür. Keine Frage: unsere Welt ist alles andere als im Lot.
Doch der christliche Glaube schenkt uns noch eine ganz andere Perspektive, eine großartige, adventliche Hoffnungsperspektive: Mitten im Chaos der bedrohten Welt – so unser Bibeltext für heute – kommt der „Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit“. Er kommt, um in Ordnung zu bringen, was bedroht, demoliert oder ganz zerstört ist, um all die destruktiven Entwicklungen, denen die Menschheit ohnmächtig gegenüber steht, in den Griff zu bekommen.
Deshalb ist auch der Wochenspruch für die 2. Adventswoche eine Ermutigung zur inneren und äußeren Aufrichtung: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ Erlösung – das ist ein großes Wort! Ich denke, dass es sehr umfänglich gemeint ist: Erlösung nicht nur von menschlicher Schuld, sondern auch Erlösung aus all den politischen und ökologischen Dilemmata unserer Zeit.
Als Christ öffnet sich mir mit dem Wochenspruch ein Fenster in die gottgemachte Zukunft, in der alle menschlichen Sehnsüchte nach heilem, unversehrtem und erfülltem Leben erfüllt werden. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich mit dem Erlöser nicht erst in einer undefinierbaren Zukunft rechnen kann, sondern ihn schon hier und jetzt als meinen Lebensbegleiter erleben darf.
Lassen wir uns immer wieder neu von ihm begleiten und aufrichten!
Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Ev. Stadtmission Freiburg
2025-12-12T13:59:41+01:0012. Dezember 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Advent heißt Ankunft

Willkommen im Advent

Advent heißt „Ankunft“. Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung auf eine besondere Ankunft, nämlich die „adventus domini“, die Ankunft Gottes auf Erden. Heute gar nicht so einfach zu erklären. Ich will es anhand eines Liedvers versuchen:

„Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Zepter ist Barmherzigkeit, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott mein Heiland groß von Tat.“

Dieser Text stammt aus dem wohl bekanntesten Adventslied der Kirchengeschichte, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Mit diesen Worten ver-dichtet Georg Weissel während des 30jährigen Kriegs gleich mehrere Bibelstellen aus dem alten Testament. Darunter das biblische Leitmotiv für die erste Adventswoche: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“, ein Zitat aus dem alttestamentlichen Prophetenbuch Sacharja.

In schwierigen Zeiten haben Propheten, sozusagen Sprachrohre Gottes, eine Retter-Figur angekündigt, die die Weltgeschichte umschreibt und all das durchsetzt, was Gott wichtig ist: Recht und Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen für alle Menschen. Man hat wohl an eine mächtige, durchsetzungsstarke, charismatische Führungspersönlichkeit gedacht. Einen Hoffnungsträger, wie wir ihn uns auch heute wünschen.

Christen haben in Jesus Christus diesen von Gott auf die Erde gesandten Retter erkannt. Und wurden dafür über Jahrhunderte belächelt. Denn: Jesus hatte nie wirklich Macht. Er hat auch (im Gegensatz zu manchen seiner Nachfolger in der Kirchengeschichte) keine Gewalt angewendet. Im Gegenteil: Seine Feinde haben ihn kreuzigen lassen. Aber gleichzeitig gab es Menschen, deren Leben verändert wurde: Kranke, die geheilt wurden. Ausgegrenzte, die angenommen wurden, Betrüger, die ihren Lebensstil verändert haben, schuldige Menschen, die von ihrer Schuld losgesprochen wurden. Menschen, die von Jesus sagten, er hätte Worte des ewigen Lebens.

Liest man die biblischen Berichte über jenen Jesus, dessen Geburt wir an Heiligabend feiern, findet man all die Wesensmerkmale, die Georg Weissel in seinem Lied aufzählt: Jesus handelte gerecht, hat vielen Menschen geholfen. Er war „sanftmütig“, also bescheiden, dienend, er ist freundlich und barmherzig mit Menschen umgegangen und hat so manches Schicksal positiv verändert, so mancher Not ein Ende gesetzt.

So kam – nach christlicher Überzeugung – Gott in unsere Welt. Nicht als Herrscher, sondern als eine Art Sanitäter der Menschheit. Er war nicht hoch oben und weit weg, sondern tief unten und ganz nah bei den Menschen. Irgendwie machtlos und zugleich so machtvoll, dass die Weltgeschichte durch ihn und seine Nachfolger*innen verändert wurde.

Und noch heute machen Menschen die Advents-Erfahrung, dass dieser Jesus bei ihnen ankommt, dass durch seine Nähe ihre Not beendet oder gelindert wird, dass sie angenommen sind, so wie sie sind, dass sie begleitet sind in den Schwierigkeiten ihres Lebens, die es trotz allem Glauben gibt.

Lassen wir ihn auch bei uns ankommen! Es lohnt sich!

Dies ist ein Auszug aus der Predigt von Norbert Aufrecht in der Gemeinde dreisam3 am 30.11.2025. Den gesamten Gottesdienst können Sie hier anschauen

2026-02-25T14:09:30+01:002. Dezember 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Leitungsklausur 2025 der Stadtmission: Strategie, Identität und Werte im Fokus

Strategie, Identität und Werte im Fokus

Vom 7. bis 9. Oktober 2025 fand die jährliche Leitungsklausur der Stadtmission im Kloster Maria Hilf in Bühl statt. Die dreitägige Veranstaltung diente der strategischen Ausrichtung und bot den Führungskräften Raum für intensive Diskussionen, kreative Prozesse und die Weiterentwicklung zentraler Projekte.

Den Auftakt bildete ein interaktives Strategietraining, das spielerische Elemente mit den Methoden des agilen Arbeitens verband. Ziel war es, innovative Lösungsansätze zu fördern und die Zusammenarbeit im Führungsteam zu stärken.

Am ersten Tag standen die Überarbeitung des Stadtmissions-Logos sowie die Planung einer Mitarbeitenden-App im Mittelpunkt. Die Diskussionen zu diesen Themen zogen sich bis in den Abend und wurden in entspannter Atmosphäre in der historischen Backstube des Klosters fortgesetzt.

Der Mittwoch war geprägt von der Überarbeitung des Leitbildes der Stadtmission. In intensiven Arbeitsphasen wurden Formulierungen diskutiert, Inhalte präzisiert und gemeinsame Werte herausgearbeitet. Das Ergebnis: ein neues, klares Leitbild, das die Grundsätze und Ziele der Stadtmission für die kommenden Jahre festhält.

Am letzten Tag besichtigte die Gruppe den Neubau der evangelischen Kirche in Bühl. Ein gemeinsamer Gottesdienst mit Abendmahl bot Raum für Reflexion – insbesondere über die biblischen Worte aus dem Markus-Evangelium (12,30+31): „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Das zweite ist ebenso wichtig: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Diese Worte unterstreichen die Wertebasis der Stadtmission und dienten als inspirierender Abschluss der Klausur.

Fazit: Die Leitungsklausur 2025 war ein wichtiger Impulsgeber für die zukünftige Ausrichtung der Stadtmission – mit klaren Zielen, einer modernen Identität und einem gestärkten Teamgeist.

2025-10-27T11:55:32+01:0010. Oktober 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Campingkirche 2025

Rückblick: Campingkirche am Titisee

Drei Wochen voller Gemeinschaft, Abenteuer und spannender Begegnungen.

Vom 4. bis 24. August 2025 verwandelte sich der Jugendzeltplatz hinter dem Campingplatz Bankenhof am Titisee in einen lebendigen Ort der Gemeinschaft, des Glaubens und des gemeinsamen Erlebens. Die Campingkirche Titisee, eine Initiative der Evangelischen Landeskirche in Baden, öffnete ihre Türen – oder besser gesagt: ihr buntes Zirkuszelt – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alle, die Lust auf Kirche einmal anders hatten. Getragen von vielen engagierten Freiwilligen, Diakon*innen und Pfarrer*innen aus Freiburg und der Region, stand das Motto „Am Rand und trotzdem mittendrin“ auch in diesem Jahr für ein offenes, herzliches Miteinander. Die Evangelische Stadtmission Freiburg und die Gemeinde dreisam 3 initiierten – nach einem „Testlauf“ 2024 die dreiwöchige Kirche im Zirkuszelt in diesem Jahr und trugen einen wesentlichen Teil zur Programmgestaltung bei.

Die Campingkirche ist ein besonderes Angebot für Camper und Tagesgäste, die Urlaub und Spiritualität verbinden möchten. Hier wird Kirche nicht nur erlebt, sondern gelebt: mit kreativen Programmen für Kinder, gemeinsamen Aktivitäten am Nachmittag und gemütlichen Abendveranstaltungen. Ob beim Lagerfeuer, beim Campingkirchenkino oder bei Spieleabenden – hier fand jeder einen Platz.

„[Wir möchten uns] von Herzen bei Ihnen bedanken für die wunderschöne Zeit, die wir bei Ihnen verbringen durften. Unser Urlaub war nicht nur erholsam, sondern auch in vielerlei Hinsicht bereichernd – insbesondere durch die Campingkirche, die mit spürbarer Freude, Hingabe und Herzlichkeit gestaltet wurde. Gerade in Zeiten der zunehmenden medialen Isolation, in denen viele den direkten Kontakt und das Gefühl von Gemeinschaft verlieren, ist es ein großes Geschenk, ein solches Angebot erleben zu dürfen. Die Campingkirche hat uns wieder spüren lassen, wie wichtig echte Begegnungen sind, und sie hat Menschen auf eine wunderbare Weise zueinandergeführt. Dieses Gefühl von Nähe und Zusammenhalt bleibt uns noch lange in Erinnerung.“

D. Turcatti und C. Caramia

Ein buntes Programm für alle Altersgruppen

Jeden Morgen trafen sich die Kinder zum Kids-Programm, das biblische Geschichten, Lieder, Bastelarbeiten und Theater vereinte. In der ersten Woche drehte sich alles um das Thema Freundschaft und die spannenden Erzählungen von Tante Frieda und ihrer Weltreise. Die zweite Woche stand im Zeichen von Petrus, der den Kindern zeigte, wie man mit Gott auch stürmische Zeiten meistert. Die dritte Woche bot wieder neue Geschichten und kreative Ideen, die zum Nachdenken und Mitmachen einluden.

Von Wasserolympiaden über Schnitzeljagden bis hin zu Bastelnachmittagen – das Mittagsprogramm von 15 bis 17 Uhr sorgte für Abwechslung und Spaß. Highlights wie die Fun-Olympiade, die Spielstraße oder die Action-Time brachten Bewegung und Lachen in den Campingalltag.

Abends traf man sich beim Sandmännchen, dem Abendprogramm für Jung und Alt. Ob Spieleabend, Lagerfeuer mit Stockbrot oder der legendäre Aperol-Abend für Erwachsene – hier kam jeder auf seine Kosten. Ein besonderes Highlight war das Campingkirchenkino, das eine biblische Geschichte auf unterhaltsame Weise auf die Leinwand brachte. Für Nachteulen gab es Nachtgedanken am Lagerfeuer: 15 Minuten Denkanstöße und Nachdenkliches, die zum Innehalten einluden.

Wer Ruhe und einen Raum zum Beten oder Reden suchte, fand im Schäferwagen offene Ohren und Zeit für Gespräche. Von Montag bis Freitag war der Wagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und zwischen 12 und 15 Uhr stand immer ein Ansprechpartner bereit.

„Die Campingkirche zeigt Jahr für Jahr, wie Kirche lebendig und nahbar sein kann. Es ist schön zu sehen, wie Menschen unterschiedlicher Generationen hier zusammenkommen, lachen, ins Gespräch kommen und gemeinsam Glaube erleben. Besonders berührt hat mich die Offenheit und Herzlichkeit, mit der die vielen Ehrenamtlichen alle willkommen hießen. Das ist gelebte Gemeinschaft – und genau das brauchen wir.“

Norbert Aufrecht, Vorstand der Stadtmission Freiburg und Mit-Initiator

Ein herzliches DANKESCHÖN gilt der Evangelischen Bank Stiftung, die die Campingkirche mit einer Fördersumme von 4.000 Euro unterstützt hat. Dank dieser Förderung konnte das Team der Campingkirche unter anderem Banner, Flyer und Kundenstopper realisieren, die gezielt auf das Angebot aufmerksam gemacht haben und zur besseren Sichtbarkeit beigetragen haben.

Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr

Auch 2026 wird die Campingkirche wieder stattfinden – mit neuen Ideen, vertrauten Gesichtern und viel Raum für alle, die Kirche am Rande des Titisees erleben möchten. Merkt euch schon jetzt vor: Im nächsten Sommer heißt es wieder – seid dabei!

Alle Veranstaltungen der Campingkirche sind kostenlos. Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann gerne eine Spende an die Evangelische Stadtmission Freiburg überweisen (IBAN: DE65 5206 0410 2200 5061 09, Verwendungszweck: „Campingkirche“).

2026-02-12T09:02:25+01:001. September 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Der Jahresbericht 2024 ist da!

Geschenke des Himmels und große Aufgaben

Der neue Jahresbericht 2024 der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. ist erschienen. Er bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aktivitäten und Entwicklungen in unseren Einrichtungen in Freiburg und der Region.

Es regnet nicht jeden Tag Konfetti und es gibt nicht jeden Tag Sahnetorte. ABER: Wir sind beschenkt und gesegnet! Vieles durfte im letzten Jahr wachsen, vieles ist möglich geworden. Das stimmt uns dankbar und lässt uns hoffnungsvoll nach vorn schauen.

Werfen Sie einen Blick in unseren neuen Jahresbericht und erfahren Sie, was uns in 2024 besonders begeistert und bewegt hat.

Diese Themen erwarten Sie:

  • Neu im Amt: Michael Futterer wird Vorstandsvorsitzender
  • „Mensch ist das schön geworden.“ Neueröffnung des Thomaszentrums.
  • Ein Geschenk des Himmels: Wie das S’Einlädele eine neue Heimat fand.
  • Cannabis, quo vadis: Interview mit Konrad Lust von der Suchberatungsstelle Ausweg
  • und vieles mehr …

Den Jahresbericht können Sie HIER als PDF-Datei ansehen und herunterladen.

2025-08-20T12:43:42+02:0020. August 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

vonWegen Ausgabe 2/25 ist da

Vergeben und vergessen?

Manchmal reicht das Zauberwort „Entschuldigung“ nicht aus. Manchmal braucht es ein klärendes Gespräch, um wieder zu Frieden, Vertrauen und Freundlichkeit zurückzukehren. Oder Wiedergutmachung ist gefordert. Aber nicht immer ist die möglich. Dann braucht es Vergebung, den Verzicht auf Wiedergutmachung oder gar Rache.

Ostern erinnert uns alle Jahre wieder daran, dass Gott in Christus den Menschen ihre Schuld vergeben hat und bereit ist, sich mit jedem Menschen zu versöhnen. Wie gut, dass unser Gott „gnädig und barmherzig, geduldig und voller Güte“ ist. Wie gut, dass seine Versöhnung mit uns das Herz des christlichen Glaubens ist.

Allerdings ist Vergebung keine rein religiöse Angelegenheit. In jeder Beziehung, die auf Dauer halten soll, wird es immer wieder einen guten Umgang mit Fehlern und Schuld brauchen. Darum geht es im neuen Heft.

Neugierig? Hier geht’s direkt zum Heft-Download.

  • Wir freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Kritik. Sagen Sie uns, was Ihnen gut gefällt. Und was nicht. Unsere Kontaktdaten finden Sie rechts auf dieser Seite.

2025-06-11T11:12:15+02:0011. Juni 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Kirche auf der Straße – Kirche bei den Menschen

Inspiration für neue Formen von Kirche

Raus! Diese Überschrift konnten die Gäste des Inspirationstags für mobile Formen von Kirche und Pastoral wörtlich nehmen. Am 24.5.25 versammelten sich 70 Menschen aller Konfessionen im Paulushof. Bei strahlendem Sonnenschein erwarteten sie jede Menge frischer Ideen und angeregter Austausch.

Zu Beginn nahm Prof. Dr. Michael Schüßler mit auf eine Reise durch die Kirchengeschichte: in welche Gottesbilder und welches Verständnis von Christsein wurden wir im Lauf der Zeit „einsozialisiert“? Und wie beeinflusste dies die Art, von Gott zu erzählen?

Vom Pfarrer zum Gastronom: Einen Reisebericht der anderen Art gab Michèl Malcin zum Besten. Einen alten Doppeldecker-Bus baute er zum „Doppellecker“-Bus aus. Unter dem Motto „Love.Peace.Coffee“ begab er sich auf eine Pilgerfahrt zum Jakobsweg. „Beim gemeinsamen Kaffee und Zuhören öffnet sich manchmal der Himmel – ganz unverhofft“, fasste er seine Erfahrungen zusammen.

Schäferwagenkirche, Mobile Küche, Santa Carla…diese und drei weitere Initativen inspirierten die Teilnehmenden, das Kirchengebäude zu verlassen. Sich auf die Welt einzulassen, einfach da zu sein, ohne Agenda. Statt Menschen von Gott zu erzählen im Zuhören neue Facetten von Gott zu entdecken – auch und gerade durch Menschen, die Distanz zur Kirche halten.

Nach der Mittagspause ging es dann wirklich raus – von der Theorie am Morgen in die Praxis: An vier Orten in Freiburg verbrachten die Gäste, verteilt auf vier mobile Kirchen-Initiativen, den Nachmittag. Ob Segenstankstelle in der Schäferwagenkirche, das Spielmobil mit biblischen Geschichten für Kinder und Familien, das Lastenrad „Sancta Carla“ oder die mobile Küche des Jugendpastoralen Teams – überall kam es zu Begegnungen mit Passanten. „Die Gefährten sind wichtiger als die Gefährte“, fasste der katholische Pfarrer Michael Teipel aus Konstanz beim Abschlusstreffen im Stühlinger Park den Tag zusammen. Ein Fazit, dem wohl alle Teilnehmer*innen zustimmen konnten: Neben guten Ideen brauchen neue Initiativen vor allem ein starkes Team mit Mut zum Aufbruch und Durchhaltevermögen. Dann kann aus den Zeiten des Umbruchs für die Kirchen in Deutschland eine segensreiche Zeit des Aufbruchs hin zu neuen Formen werden.

2025-06-05T10:55:37+02:0027. Mai 2025|Aktuell, Meldungen|

24-Stunden-Lauf für Kinderrechte und Stadtradeln Freiburg

Diese Frage stellen wir 2025 allen Mitarbeitenden der Stadtmission. Gemeinsam beteiligen wir uns an zwei Freiburger Aktionen, welche die Fitness fördern, zur Nachhaltigkeit beitragen und Geld für den guten Zweck sammeln.

Am 28. Juni findet im Seeparkstadion Freiburg ein 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte statt. Gestartet als Projekt der Vaterhaus-Kids und -Betreuer*innen war schnell klar: Gemeinsam sind wir stärker! Wir rufen alle Mitarbeitenden auf, diese tolle Idee zu unterstützen.

Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, kann sich am Stadtradeln Freiburg beteiligen. Jeder zwischen dem 28. Juni und 18. Juli auf dem Rad zurückgelegte Kilometer zählt.

Damit die Motivation stimmt, bekommen alle teilnehmenden Mitarbeitenden ein Sport-Shirt im Stadtmissions-Design. Dazu winkt den Teilnehmern mit den meisten Runden bzw. Kilometern ein Eisgutschein.

Wer uns unterstützen will, kann hier für unser Team beim 24-Stunden-Lauf spenden. (Bitte im Dropdown-Menü Vaterhaus auswählen). Auch Firmen, die ein Sponsoring übernehmen möchten, dürfen uns gerne kontaktieren.

2025-06-05T10:57:23+02:0021. Mai 2025|Aktuell, Meldungen|

Beim Bogenschießen fürs Leben lernen

Spannung aufbauen, Fokussieren, Loslassen

Beim Bogenschießen in Kirchzarten lernten unsere FSJler*innen im April 2025 einiges darüber, wie ein Volltreffer gelingen kann. Das lässt sich ohne Weiteres auf die Arbeit und das Leben übertragen, wie uns Coach Karl Lay verriet: Auf welchem Grund stehe ich? Welche Haltung habe ich? Worauf richte ich meine Energie? Vertraue ich meiner Intuition? Was lerne ich aus Erfolg oder Misserfolg? Spannende Fragen für die 16 jungen Menschen aus Madagaskar, Indoniesen, Indien, Deutschland und vielen weiteren Ländern. Ein Jahr lang helfen sie als Freiwillige in der Pflege alter Menschen, der Kinderbetreuung, im Gemeindeleben oder bei der Arbeit mit obdachlosen und suchtkranken Menschen.

Tätigkeiten, die viel Freude machen, wie uns Mitsu aus Madagaskar verrät: „Ich helfe den Kindern gerne bei den Hausaufgaben, wir spielen unser Lieblingsspiel „Tabu“, ich bereite das Frühstück zu oder backe etwas.“ Der 27-jährige ist seit eineinhalb Jahren in Deutschland, war zunächst Au-Pair in Frankfurt und arbeitet nun im Vaterhaus Bad Krozingen. Die Kommunikation sei manchmal eine Herausforderung, da die ukrainischen Kinder ja, ebenso wie er, keine deutschen Muttersprachler, seien.

Die Freiwilligen engagieren sich in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Stadtmission und unterstützen dort die jeweiligen Teams, gleichzeitig ist das Jahr für sie selbst auch ein Bildungsjahr, in dem sie ihre eigenen Stärken ausbauen, sich beruflich orientieren und dabei neue Erfahrungen sammeln, auch in ihren interkulturellen Wohngemeinschaften.

„Die Beziehungen untereinander geben Kraft, auch in anstrengenden Phasen durchzuhalten“, betont Heike Becht, Referentin für Freiwilligendienste bei der Stadtmission Freiburg. „Als Teil unseres FSJ und BfD extended-Programms wollen wir unsere Freiwilligen deshalb ganzheitlich unterstützen und begleiten. Wir planen zukünftig regelmäßig solche Seminartage – zum Kennlernen, Austauschen, Teambuilding, aber auch mit Angeboten, sich mit verschiedenen Lebensthemen auseinanderzusetzen. Dabei ist besonders auch der Glaube eine wichtige Ressource für unsere diakonische Arbeit, die wir immer wieder mit den jungen Menschen ins Gespräch bringen wollen.“

Die ganzheitliche Begleitung von jungen Freiwilligen hat Potenzial und ist uns wichtig. Unter dem Projekttitel „Lebensschule Diakonie“ entwickelt und erprobt die Stadtmission daher seit Herbst 2024 ein neues Konzept, das junge Menschen während ihres Freiwilligendienstes in ihrer Persönlichkeitsbildung umfangreich fördert. Das Pilotprojekt wurde möglich durch die großzügige Unterstützung verschiedener Förderpartner. Unser herzlicher DANK gilt der Lechler Stiftung, der Prediger Stiftung, der Ohana Stiftung sowie der Oberle Stiftung.

2025-06-05T10:58:55+02:0030. April 2025|Aktuell, Meldungen|
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