Zuversichtlich bleiben: ein inspirierender Abend mit Anselm Grün in der Pauluskirche
Mit seinem Vortrag „Zuversichtlich bleiben – einfach leben“ hat der Benediktinerpater und Bestsellerautor Anselm Grün die voll besetzte Pauluskirche in Freiburg mit Impulsen zur Kunst des Lebens begeistert. Kein Platz blieb unbesetzt, selbst auf den Stufen zur Empore lauschten die Zuhörer:innen aufmerksam der ruhigen, eindringlichen Stimme des über 80‑Jährigen. Präsenz und Ausstrahlung des bekannten Ordensmannes machten den Abend anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Anselm Grüns Monatsbrief „einfach leben“ zu einem besonderen Erlebnis.
Anselm Grün, den die Südwestpresse einmal als das „sympathische Gesicht der katholischen Kirche“ bezeichnete, sprach über die Kunst des Lebens: klar in der Sprache, tief in der Wirkung. Hoffnung und Zuversicht standen im Zentrum seines Vortrags. Sie bedeuten für ihn nicht, die Herausforderungen unserer Zeit auszublenden, sondern eine bewusste innere Haltung einzunehmen: den Blick auf das zu richten, was trägt und stärkt. Diese Haltung führt aus der passiven Ohnmacht in eine aktive Gestaltungsfreiheit, gegründet im Vertrauen auf Gott und offen für das Leben im gegenwärtigen Moment.
Wie ein roter Faden zog sich durch den Abend die Frage, was ein „einfaches Leben“ im besten Sinn ausmacht. Immer wieder kam Pater Anselm Grün darauf zurück: Wir können oft nicht die Dinge ändern, aber wir können steuern, wie wir auf die Dinge schauen. Es geht um unsere Haltung und unseren Blick.
Dankbarkeit schärft den Blick für das Gelingen, Verstehen ohne vorschnelles Bewerten öffnet den Raum für Begegnung. Anselm Grün ermutigte dazu, die eigene Sehnsucht wahrzunehmen, den inneren heiligen Raum zu schützen und Verletzungen durch Vergebung zu heilen. Am Anfang dieses Weges steht für ihn immer die Annahme der eigenen Person, eine Einladung zu Milde und Freundlichkeit sich selbst gegenüber.
Zum Abschluss führte Anselm Grün die Zuhörenden in ein kleines Ritual, wie es viele aus seinen Vorträgen kennen und schätzen. In stiller Konzentration öffnete sich der Raum für die Worte eines sehr alten Gebets, ein Moment konzentrierter Verdichtung, der viele sichtlich berührte.
Auch nach dem Vortrag nahm sich Pater Anselm Zeit: Geduldig signierte er Bücher, die am reich bestückten Büchertisch der ALPHA Buchhandlung erworben werden konnten, und kam mit den Besucher:innen ins Gespräch.
Unser herzlicher Dank gilt Anselm Grün für diesen inspirierenden Abend sowie den beteiligten Veranstaltern: dem Herder Verlag, der Gemeinde dreisam3 in Verbindung mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Freiburg und der ALPHA Buchhandlung Freiburg.





