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Neujahrsansprache von Vorstandsvorsitzendem Michael Futterer

Neujahrsansprache von Vorstandsvorsitzendem Michael Futterer

Mit der Neujahrsansprache unseres Vorstandsvorsitzenden Michael Futterer starten wir gemeinsam ins neue Jahr.

Die Jahreslosung 2026 begleitet uns dabei. Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ Ein starkes Zeichen für Aufbruch, Hoffnung und Veränderung.
Und passend dazu zeigen wir uns zum Jahresbeginn auch mit neuem Logo.

Wir wünschen euch ein gesegnetes, hoffnungsvolles neues Jahr.

2025-12-31T11:08:53+01:0031. Dezember 2025|Allgemein, Meldungen|

Das Beste kommt noch?

Wenn man Ende November schon mal im Keller ist, um die Herbst-Deko wieder zu verstauen, dann macht es Sinn, gleich die Weihnachtskiste mit hoch zu nehmen, die Sterne aufzuhängen, vielleicht auch schon die Weihnachtskrippe. Und warum nicht gleich auch schon den Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer stellen? Dann ist das auch schon erledigt. Nur: Vom 1. Advent bis zum Heilig Abend gibt’s dann keine Steigerung mehr. Dabei ist Advent doch die Zeit der gespannten Erwartung. Und der Vorbereitung. Advent ist wie ein Haus bauen, oder wie kochen oder wie eine Schwangerschaft: Das Beste kommt noch!

Um Vorbereitungen und Erwartung geht es auch im Wochenspruch für die 3. Adventswoche: „Bereitet dem HERRN den Weg, denn siehe, der HERR kommt gewaltig.“ Der Prophet Jesaja kündigt das machtvolle Eingreifen Gottes in die Weltgeschichte an. Christen haben in Jesus dieses Eingreifen Gottes erkannt. Eine große Zeitenwende. Wobei: Wir teilen unsere Zeit zwar in vor und nach Christus ein, aber wurde die Welt durch ihn tatsächlich grundlegend verändert? Ich würde sagen: Nein! Jesus hat Menschen, einzelne Menschen verändert. Hat Heilvolles in ihr Leben gebracht, sei es Gesundheit, die Erfahrung des Geliebtwerdens, der Vergebung oder Glaube und Hoffnung. Jesus hat gute Wirkungen in dieser Welt hinterlassen. Aber eben nur bei einzelnen Menschen.

Dann hat er den Stab an seine Nachfolger*innen übergeben. Die sollen, ausgerüstet durch Gottes Geist, dafür sorgen, dass „sein Reich komme, sein Wille geschehe“. Und tatsächlich haben die über die Jahrhunderte die Welt verändert. Sicher, es war nicht alles gut was sie in Gottes Namen getan haben und es ist nicht alles gut in dieser Welt. Die globalen Katastrophen und Kriege führen uns die begrenzte Reichweite menschlicher Bemühungen vor Augen. Über immer mehr Menschen, die das wach anschauen, legt sich ein grauer Schleier aus Resignation und Zukunftsangst.

Wie gut und tröstlich, dass wir im Advent erinnert werden: Das, was ist, ist noch nicht alles. Das beste kommt noch! „Der HERR kommt gewaltig!“ Er ist der Hoffnungsträger, die Lichtgestalt, der Game-Changer, den sich viele Menschen ersehnen. Und er wird kommen. Wir wissen nicht wann und wie. Aber wir dürfen glauben: Er wird kommen. Und dann wird Alles, wirklich Alles gut werden.

Aber noch sind wir im Advent, in der Zeit der Erwartung und der Vorbereitung auf dieses machtvolle Eingreifen Gottes. „Bereitet dem HERRN den Weg…“ sagt der Prophet. „Folgt mir nach…“ sagt Jesus. Also: Kein gelangweiltes Warten wie an der Bushaltestelle ist angesagt, sondern das Mitmachen bei dem, was Gott wichtig ist: Gerechtigkeit, Versöhnung, Frieden, Hilfe in die Welt bringen. Barmherzig mit Menschen sein. Zur Umkehr aufrufen und zum Glauben einladen.

Die Vision von Gottes Zukunft möge uns beseelen. Sein Geist möge uns beflügeln. Und seine Liebe möge uns erfüllen und aus uns ausstrahlen.

Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Evangelischen Stadtmission Freiburg

2025-12-12T14:02:57+01:0012. Dezember 2025|Allgemein|

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst

Liest man den Predigttext für den 2. Adventssonntag hat man schnell ein wenig adventlich-behagliches Weltuntergangsszenario vor Augen: In Lukas 21,25-33 ist von Zeichen an Sonne, Mond und Sternen die Rede, von einem tosenden Meer und vernichtenden Wellen. Von so enormen globalen Erschütterungen, dass die Menschen nicht nur ratlos werden, sondern sogar in Angst und Schrecken versetzt werden.
Es mag heute eine wachsende Zahl von Menschen geben, denen dieser Predigttext sehr nahe kommt, weil er ihr Lebensgefühl von Verunsicherung und Zukunftsangst anspricht. Auch im Advent. Die derzeitige Weltsituation mit all ihren Problemen gibt ja genug Anlässe dafür. Keine Frage: unsere Welt ist alles andere als im Lot.
Doch der christliche Glaube schenkt uns noch eine ganz andere Perspektive, eine großartige, adventliche Hoffnungsperspektive: Mitten im Chaos der bedrohten Welt – so unser Bibeltext für heute – kommt der „Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit“. Er kommt, um in Ordnung zu bringen, was bedroht, demoliert oder ganz zerstört ist, um all die destruktiven Entwicklungen, denen die Menschheit ohnmächtig gegenüber steht, in den Griff zu bekommen.
Deshalb ist auch der Wochenspruch für die 2. Adventswoche eine Ermutigung zur inneren und äußeren Aufrichtung: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ Erlösung – das ist ein großes Wort! Ich denke, dass es sehr umfänglich gemeint ist: Erlösung nicht nur von menschlicher Schuld, sondern auch Erlösung aus all den politischen und ökologischen Dilemmata unserer Zeit.
Als Christ öffnet sich mir mit dem Wochenspruch ein Fenster in die gottgemachte Zukunft, in der alle menschlichen Sehnsüchte nach heilem, unversehrtem und erfülltem Leben erfüllt werden. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich mit dem Erlöser nicht erst in einer undefinierbaren Zukunft rechnen kann, sondern ihn schon hier und jetzt als meinen Lebensbegleiter erleben darf.
Lassen wir uns immer wieder neu von ihm begleiten und aufrichten!
Impuls von Norbert Aufrecht, Vorstand der Ev. Stadtmission Freiburg
2025-12-12T13:59:41+01:0012. Dezember 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|

Advent heißt Ankunft

Willkommen im Advent

Advent heißt „Ankunft“. Die Adventszeit ist eine Zeit der Erwartung auf eine besondere Ankunft, nämlich die „adventus domini“, die Ankunft Gottes auf Erden. Heute gar nicht so einfach zu erklären. Ich will es anhand eines Liedvers versuchen:

„Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt. Sein Zepter ist Barmherzigkeit, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott mein Heiland groß von Tat.“

Dieser Text stammt aus dem wohl bekanntesten Adventslied der Kirchengeschichte, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Mit diesen Worten ver-dichtet Georg Weissel während des 30jährigen Kriegs gleich mehrere Bibelstellen aus dem alten Testament. Darunter das biblische Leitmotiv für die erste Adventswoche: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“, ein Zitat aus dem alttestamentlichen Prophetenbuch Sacharja.

In schwierigen Zeiten haben Propheten, sozusagen Sprachrohre Gottes, eine Retter-Figur angekündigt, die die Weltgeschichte umschreibt und all das durchsetzt, was Gott wichtig ist: Recht und Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen für alle Menschen. Man hat wohl an eine mächtige, durchsetzungsstarke, charismatische Führungspersönlichkeit gedacht. Einen Hoffnungsträger, wie wir ihn uns auch heute wünschen.

Christen haben in Jesus Christus diesen von Gott auf die Erde gesandten Retter erkannt. Und wurden dafür über Jahrhunderte belächelt. Denn: Jesus hatte nie wirklich Macht. Er hat auch (im Gegensatz zu manchen seiner Nachfolger in der Kirchengeschichte) keine Gewalt angewendet. Im Gegenteil: Seine Feinde haben ihn kreuzigen lassen. Aber gleichzeitig gab es Menschen, deren Leben verändert wurde: Kranke, die geheilt wurden. Ausgegrenzte, die angenommen wurden, Betrüger, die ihren Lebensstil verändert haben, schuldige Menschen, die von ihrer Schuld losgesprochen wurden. Menschen, die von Jesus sagten, er hätte Worte des ewigen Lebens.

Liest man die biblischen Berichte über jenen Jesus, dessen Geburt wir an Heiligabend feiern, findet man all die Wesensmerkmale, die Georg Weissel in seinem Lied aufzählt: Jesus handelte gerecht, hat vielen Menschen geholfen. Er war „sanftmütig“, also bescheiden, dienend, er ist freundlich und barmherzig mit Menschen umgegangen und hat so manches Schicksal positiv verändert, so mancher Not ein Ende gesetzt.

So kam – nach christlicher Überzeugung – Gott in unsere Welt. Nicht als Herrscher, sondern als eine Art Sanitäter der Menschheit. Er war nicht hoch oben und weit weg, sondern tief unten und ganz nah bei den Menschen. Irgendwie machtlos und zugleich so machtvoll, dass die Weltgeschichte durch ihn und seine Nachfolger*innen verändert wurde.

Und noch heute machen Menschen die Advents-Erfahrung, dass dieser Jesus bei ihnen ankommt, dass durch seine Nähe ihre Not beendet oder gelindert wird, dass sie angenommen sind, so wie sie sind, dass sie begleitet sind in den Schwierigkeiten ihres Lebens, die es trotz allem Glauben gibt.

Lassen wir ihn auch bei uns ankommen! Es lohnt sich!

Dies ist ein Auszug aus der Predigt von Norbert Aufrecht in der Gemeinde dreisam3 am 30.11.2025. Den gesamten Gottesdienst können Sie hier anschauen

2026-02-25T14:09:30+01:002. Dezember 2025|Aktuell, Allgemein, Meldungen|
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