Kirche auf der Straße – Kirche bei den Menschen
Inspiration für neue Formen von Kirche
Raus! Diese Überschrift konnten die Gäste des Inspirationstags für mobile Formen von Kirche und Pastoral wörtlich nehmen. Am 24.5.25 versammelten sich 70 Menschen aller Konfessionen im Paulushof. Bei strahlendem Sonnenschein erwarteten sie jede Menge frischer Ideen und angeregter Austausch.
Zu Beginn nahm Prof. Dr. Michael Schüßler mit auf eine Reise durch die Kirchengeschichte: in welche Gottesbilder und welches Verständnis von Christsein wurden wir im Lauf der Zeit „einsozialisiert“? Und wie beeinflusste dies die Art, von Gott zu erzählen?
Vom Pfarrer zum Gastronom: Einen Reisebericht der anderen Art gab Michèl Malcin zum Besten. Einen alten Doppeldecker-Bus baute er zum „Doppellecker“-Bus aus. Unter dem Motto „Love.Peace.Coffee“ begab er sich auf eine Pilgerfahrt zum Jakobsweg. „Beim gemeinsamen Kaffee und Zuhören öffnet sich manchmal der Himmel – ganz unverhofft“, fasste er seine Erfahrungen zusammen.
Schäferwagenkirche, Mobile Küche, Santa Carla…diese und drei weitere Initativen inspirierten die Teilnehmenden, das Kirchengebäude zu verlassen. Sich auf die Welt einzulassen, einfach da zu sein, ohne Agenda. Statt Menschen von Gott zu erzählen im Zuhören neue Facetten von Gott zu entdecken – auch und gerade durch Menschen, die Distanz zur Kirche halten.
Nach der Mittagspause ging es dann wirklich raus – von der Theorie am Morgen in die Praxis: An vier Orten in Freiburg verbrachten die Gäste, verteilt auf vier mobile Kirchen-Initiativen, den Nachmittag. Ob Segenstankstelle in der Schäferwagenkirche, das Spielmobil mit biblischen Geschichten für Kinder und Familien, das Lastenrad „Sancta Carla“ oder die mobile Küche des Jugendpastoralen Teams – überall kam es zu Begegnungen mit Passanten. „Die Gefährten sind wichtiger als die Gefährte“, fasste der katholische Pfarrer Michael Teipel aus Konstanz beim Abschlusstreffen im Stühlinger Park den Tag zusammen. Ein Fazit, dem wohl alle Teilnehmer*innen zustimmen konnten: Neben guten Ideen brauchen neue Initiativen vor allem ein starkes Team mit Mut zum Aufbruch und Durchhaltevermögen. Dann kann aus den Zeiten des Umbruchs für die Kirchen in Deutschland eine segensreiche Zeit des Aufbruchs hin zu neuen Formen werden.











