
Glaube, der zu Taten führt – Mission Nachhaltigkeit
Vorstand Michael Futterer unterzeichnet Freiburger Klimapakt
„Die Evangelische Stadtmission setzt bereits an vielen Stellen darauf, Nachhaltigkeit als umfassenden Auftrag zu verstehen. Sie unterstützt benachteiligte Menschen, achtet auf den schonenden Umgang mit Ressourcen, lebt Vielfalt und baut Barrieren ab. Diese Schritte zeigen: wir sind auf dem Weg zu einer umfassenden sozialen und ökologischen Verantwortung.“
Martin Bäumle, Nachhaltigkeitsmanager der Evangelischen Stadtmission Freiburg
Soziale Verantwortung bedeutet für uns: Förderung der Teilhabe aller Menschen auf dem Weg zu einer gerechteren Gesellschaft. Ökologische Verantwortung spiegelt sich in der aktiven Bewahrung der Schöpfung wider. „Glaube, der nicht zu Taten führt, [ist] nutzlos (…)“, heißt es im 2. Kapitel des Jakobusbriefs in Vers 20. Diese Aussage verstehen wir auch im Bereich der Nachhaltigkeit als Teil unserer Mission. Schritt für Schritt dürfen wir diese verwirklichen. Gute Vorbilder und Initiativen in Freiburg und Umgebung gibt es zuhauf. Wir lassen uns inspirieren und sind gemeinsam auf dem Weg – für eine starke Botschaft der Hoffnung und Gerechtigkeit.
Wir aktualisieren unser Energieaudit
Unser letztes Energieaudit führten wir 2021 durch. Analysiert wurde der Energieverbrauch der Stadtmission im Jahr 2020. Das 2025 erscheinende Audit betrachtet den Energieverbrauch in Teilen der Verwaltung, der Pflege und der Lebenshilfe im Jahr 2023. Mehr zum Thema Energieaudit finden Sie hier.
Klimaneutralität bis 2035
Die Stadt Freiburg hat sich das ebenso wichtige wie ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind dem Klimapakt Freiburg bereits beigetreten. Auch die Evangelische Stadtmission hat am 9. April 2025 den Pakt unterzeichnet. Alle Unterzeichnenden sind aufgerufen, in Orientierung am städtischen Klimaschutzkonzept Emissionen und Energieverbrauch zu reduzieren und in regenerative Energieerzeugung zu investieren. Auf dem Weg dorthin spielen Vernetzung, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit zwischen den Unterzeichnern eine wesentliche Rolle. So finden in regelmäßigen Abständen Vernetzungstreffen bei einer der unterzeichnenden Institutionen statt. Mehr Infos zum Klimapakt finden Sie auf der Webseite der Stadt Freiburg.
Sanierung des Wichernhauses
Das Stammhaus der Stadtmission wird aller Voraussicht nach 2026 saniert. Die Planungen laufen. Im nächsten Schritt steht Ende März 2025 die genaue Vermessung des gesamten Hauses an.
E-Autos und Hybrid-Fahrzeuge im Fuhrpark
Sieben E-Auto-„Zwerge“ sind fleißige Helferlein in unserer täglichen Mission, nah bei den Menschen zu sein. Fünf davon nutzt die Diakoniestation Bad Krozingen für ihre Dienstfahrten.Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus Bad Krozingen betankt ein Auto an der Wallbox. Norbert Aufrecht, Vorstand für Diakonische Theologie: „Auch ich bin gerne 100% elektrisch unterwegs. Die Reichweiten sind mittlerweile so gut, dass ich damit zu vielen Terminen fahren kann.“ Im Bereich Pflege und Soziales ist ein Hybrid im Einsatz. Die Bereichsleitung fährt damit beispielsweise zu Terminen in Lörrach. Das dortige Haus der Altenpflege ist die von Freiburg aus am Weitesten entfernte Einrichtung der Stadtmission. Herzlichen Dank an unsere Sponsoren und Fördermittelgebenden, die das Leasing der Autos ermöglichen.
Kirchenfenster in der Pauluskirche
Die Micha-Gruppe der Gemeinde dreisam3 steht für mehr Nachhaltigkeit im Gemeindealltag und konnte im Herbst 2024 die neu erarbeiteten dreisam3-Umwelt-Leitlinien vorstellen. Mit Energie-Ersparnis hatte auch ein besonderes Spendenprojekt zu tun: Zusätzlich zur Finanzierung des laufenden Haushalts haben Gemeindebesucher*innen 25 000 € zusammengelegt, um eine Isolierverglasung für die Kirchenfenster zu finanzieren. Durch einen Matching-Fund der Baden-Württemberg-Stiftung konnten diese Spenden verdoppelt werden. So reduziert sich der Heizaufwand in der Kirche um satte 75 Prozent.
Wir lassen die Sonne rein
Als christliche Einrichtung nehmen wir den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, ernst. Bei Bauvorhaben und Sanierungen ist uns der Klimaschutz, auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus, ein wichtiges Anliegen. In den Gebäuden von Betreut Wohnen am Kurpark in Bad Krozingen wurde bereits im Winter 2023/24 eine neue Heizung eingebaut. Im November 2024 installierte eine Firma aus Bötzingen ergänzend Solarflächen auf dem Dach. Die Modulgröße ist so berechnet, dass das Haus während der Sommermonate zu 100 Prozent aus Solarenergie versorgt werden kann.
Kooperation mit regionalen Firmen
Die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und Partnern stärkt die Wirtschaft vor Ort. Durch kurze Wege kann zudem jede Menge Energie eingespart werden. Wo immer es möglich ist, arbeiten wir daher mit Partnern vor Ort. Die folgenden drei Beispiele geben einen kleinen Einblick:
- Magazin vonWegen: Das viermal jährliche erscheinende Heft gestalten, drucken und versenden Unternehmen in Freiburg und Umgebung. Welche das sind? Schauen Sie doch mal ins Impressum auf der letzten Innenseite…
- Freiburger Vielfalt: Auch der beliebte Kalender mit Freiburger Stadtansichten wird in Freiburg gestaltet und gedruckt:
- Socken für Ehrenamtliche der Gemeinde dreisam3: Die GOTS-zertifizierten Socken wurden von einem Freiburger Unternehmen bestickt und im Rahmen der Neujahrsfeier 2025 verteilt. 200 Menschen, die dreisam3 das Jahr über „tragen“, durften sich über warme Füße freuen.
Flyer, Broschüren und mehr
Unsere Druckprodukte kalkulieren wir zunehmend so, dass wir möglichst wenig entsorgen müssen. Sofern die Druckereien es anbieten nutzen wir PEFC-zertifiziertes Papier. Eine freiwillige CO2-Ausgleichsabgabe zahlen wir, wo es möglich und sinnvoll ist. Bei Textilien wählen wir Anbieter, die fair und umweltfreundlich produzieren, wann immer möglich mit offiziellen Siegeln wie GOTS oder Fairwear zertifiziert.
Armut und Hunger bekämpfen
Neben der ökologischen spielt auch die soziale Verantwortung eine große Rolle in unserer Arbeit. Alle unsere Angebote haben letztlich das Ziel, Menschen in konkreten Lebens- und Problemlagen hilreich zur Seite zu stehen. Darüber hinaus orientieren sich konkrete Initiativen an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN mit sozialen Fokus. Seit über 30 Jahren leistet das S’Einlädele humanitäre Hilfe in der Ukraine. Wir unterstützen Projekte für Senior*innen und Familien, für Kinder und Menschen, für deren Betreuung es in ihrer Heimat ansonsten keinen Kostenträger gibt. Den Transport humanitärer Hilfsgüter für Menschen vor ort hat das S’Einlädele Menschen seit Beginn des Krieges stark ausgeweitet. Seit Ende Februar 2022 brachten wir mehrere tausende Tonnen in die Ukraine. Auch mehrere Krankenwagen und Feuerwehrautos konnten wir für den täglichen Einsatz dort zur Verfügung stellen.
Die ökumenische Bahnhofsmission leistet am Freiburger Hauptbahnhof Hilfe für Menschen in Not. Unbürokratisch und direkt versorgt sie Menschen am Rande der Gesellschaft und steht ihnen mit Rat zur Seite.
Bildung macht den Unterschied
Die Stadtmission ist als Beteiligte am DIABZ (Diakonisches Bildungszentrum Freiburg) im Bereich der Ausbildung von Pflegekräften aktiv und unterstützt über das S’Einlädele Bildungsangebote in der Ukraine. Darüber hinaus bilden wir Pflegekräfte aus, die dann in der Ukraine wirken. Im Rahmen des Projekts dock3 der Gemeinde dreisam3 betreuen und fördern wir Kinder mit Migrationshintergrund. Die Diakonische Bildung als Angebot für Führungskräfte der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. und ihrer Tochterunternehmen sowie der Einführungstag „leben.glauben.handeln“ für alle neuen Mitarbeitenden fächern die diakonischen Grundlagen unseres Handelns auf.
Arbeit und faire Bezahlung für alle
Der tarifrechtliche Rahmen der Diakonie Deutschland (AVR) kennt keine Unterscheidung in der Bezahlung von Frauen und Männern. Equal pay ist ein schon seit Langem gesetzter Standard dieser tarifrechtlichen Regelung. Ein Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose ist seit langem Teil der Sozialen Dienste der Stadtmission. Die „Oltmanns“ geben Menschen das Gefühl, Teil eines Team zu sein, gebraucht zu werden und für die eigene Arbeit Wertschätzung zu erfahren. Auf dieser Grundlage können Menschen wieder Zugang zum regulären Arbeitmarkt finden. Wohnungsauflösungen, Umzüge und Renovierungen gehören genauso zum Angebot wie die Aufarbeitung von Möbeln und der Wiederverkauf von Einrichtungsgegenständen aller Art.
Aktiv gegen Diskriminierung
„Nach dem christlichen Menschenbild ist jede Person in ihrer Einmaligkeit und ganzen Persönlichkeit von Gott gewollt und angenommen. Das verleiht ihr eine unteilbare und unverlierbare Würde und lässt sie bedingungslos wertvoll sein. Deshalb stehen wir für ein gewaltfreies, demokratisches Miteinander und die Achtung Aller ein, unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft, religiöser Überzeugung und sexueller Orientierung.“ Dieses Statement stammt aus der Initative „Zeig deine Werte“, die wir im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 gemeinsam mit anderen kirchlichen und diakonischen Einrichtungen in Freiburg auf den Weg gebracht haben. Zur konkreten Umsetzung im Arbeitsalltag ermutigen unsere Führungskräfte jede*n einzelne*n, für diese Werte einzustehen. Unsere 2024 formulierten Führungsleitlinien geben die Richtung vor: „Wir leben Toleranz und Integration. Wir handeln gegen Rassismus und Diskriminierung. Wir begegnen uns mit Respekt und Wertschätzung.“







