Beim Bogenschießen fürs Leben lernen
Spannung aufbauen, Fokussieren, Loslassen
Beim Bogenschießen in Kirchzarten lernten unsere FSJler*innen im April 2025 einiges darüber, wie ein Volltreffer gelingen kann. Das lässt sich ohne Weiteres auf die Arbeit und das Leben übertragen, wie uns Coach Karl Lay verriet: Auf welchem Grund stehe ich? Welche Haltung habe ich? Worauf richte ich meine Energie? Vertraue ich meiner Intuition? Was lerne ich aus Erfolg oder Misserfolg? Spannende Fragen für die 16 jungen Menschen aus Madagaskar, Indoniesen, Indien, Deutschland und vielen weiteren Ländern. Ein Jahr lang helfen sie als Freiwillige in der Pflege alter Menschen, der Kinderbetreuung, im Gemeindeleben oder bei der Arbeit mit obdachlosen und suchtkranken Menschen.
Tätigkeiten, die viel Freude machen, wie uns Mitsu aus Madagaskar verrät: „Ich helfe den Kindern gerne bei den Hausaufgaben, wir spielen unser Lieblingsspiel „Tabu“, ich bereite das Frühstück zu oder backe etwas.“ Der 27-jährige ist seit eineinhalb Jahren in Deutschland, war zunächst Au-Pair in Frankfurt und arbeitet nun im Vaterhaus Bad Krozingen. Die Kommunikation sei manchmal eine Herausforderung, da die ukrainischen Kinder ja, ebenso wie er, keine deutschen Muttersprachler, seien.
Die Freiwilligen engagieren sich in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Stadtmission und unterstützen dort die jeweiligen Teams, gleichzeitig ist das Jahr für sie selbst auch ein Bildungsjahr, in dem sie ihre eigenen Stärken ausbauen, sich beruflich orientieren und dabei neue Erfahrungen sammeln, auch in ihren interkulturellen Wohngemeinschaften.
„Die Beziehungen untereinander geben Kraft, auch in anstrengenden Phasen durchzuhalten“, betont Heike Becht, Referentin für Freiwilligendienste bei der Stadtmission Freiburg. „Als Teil unseres FSJ und BfD extended-Programms wollen wir unsere Freiwilligen deshalb ganzheitlich unterstützen und begleiten. Wir planen zukünftig regelmäßig solche Seminartage – zum Kennlernen, Austauschen, Teambuilding, aber auch mit Angeboten, sich mit verschiedenen Lebensthemen auseinanderzusetzen. Dabei ist besonders auch der Glaube eine wichtige Ressource für unsere diakonische Arbeit, die wir immer wieder mit den jungen Menschen ins Gespräch bringen wollen.“
Die ganzheitliche Begleitung von jungen Freiwilligen hat Potenzial und ist uns wichtig. Unter dem Projekttitel „Lebensschule Diakonie“ entwickelt und erprobt die Stadtmission daher seit Herbst 2024 ein neues Konzept, das junge Menschen während ihres Freiwilligendienstes in ihrer Persönlichkeitsbildung umfangreich fördert. Das Pilotprojekt wurde möglich durch die großzügige Unterstützung verschiedener Förderpartner. Unser herzlicher DANK gilt der Lechler Stiftung, der Prediger Stiftung, der Ohana Stiftung sowie der Oberle Stiftung.







„Auch du brauchst Pflege. Irgendwann.“










25 Jahre im Dienst für die Stadtmission

