Interview mit Michael Futterer
100 Tage gibt man Politikern für gewöhnlich, um sich ins Amt einzufinden…die sind bei Ihnen nun seit Amtsantritt auch vergangen. Wie ist die Stimmung? Wahlkampf oder Weihnachtspause?
Meine Stimmung ist gut, auch wenn es bei der Stadtmission Freiburg die gleichen Herausforderungen gibt, vor denen die gesamte Sozialwirtschaft steht. Ich habe die Zeit genutzt, um alle Leitungskräfte, die Einrichtungen vor Ort und auch unsere engsten Partner kennen zu lernen. Bei der Stadtmission Freiburg arbeiten sehr viele engagierte Mitarbeitende, die den Sinn hinter ihrer Arbeit erkennen. Daher bin ich sicher, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern werden. Weihnachten habe ich ein paar Tage frei, die ich mit meiner Familie verbringe.
Gab es eine schöne Begegnung oder ein besonderes Erlebnis in den ersten Monaten?
Es gab sehr viele schöne Begegnungen. Es ist einfach schön, wenn man das Leben in den Einrichtungen und Diensten der Stadtmission Freiburg wahrnehmen kann. Besonders fand ich den Kurs Leben.Glauben.Handeln, an dem alle neuen Mitarbeitende der Stadtmission teilnehmen. Ich saß zusammen u.a. mit FSJs, Pflegefachkräften und Hauswirtschaftskräften um über die Arbeit der Stadtmission und unseren Glauben zu sprechen. Das war wirklich ein guter Geist, der in der Veranstaltung herrschte.
Da Sie sich nächstes Jahr glücklicherweise nicht mit Neuwahlen beschäftigen müssen, haben Sie viel Zeit für Ihre Agenda. Wie sieht die aus? Ist da ein Wumms oder gar Doppel-Wumms in Sicht?
Wir werden innerhalb des Vorstandes und mit den Leitungskräften über die weiteren Entwicklungen und deren Umsetzung sprechen. Im Mittelpunkt stehen unsere Leistungsangebote, die aufgrund des demographischen und sozialen Wandels Veränderungen erfahren. Ein großes Projekt, dessen Planung in 2025 stattfinden wird, ist die Sanierung des Wichernhauses. Zu den baulichen Planungen gehört auch die Konzeption, was nach der Sanierung dort stattfinden soll. Der Umbau selbst wird aber erst in 2026 starten.
Um auch ein wenig den Menschen hinter dem Vorstandsvorsitzenden kennenzulernen, spielen wir ein paar Runden: „Entweder – Oder“
Barfuß oder Lackschuh?
Tatsächlich bin ich dienstlich meist klassisch beim schwarzen Lederschuh und privat beim Turnschuh.
Sekt oder Selters?
Ich trinke vorwiegend Wasser. Sekt gibt es zu besonderen Gelegenheiten.
Berge oder Meer?
Ich mag die Abwechslung. Die Sommerurlaube sind derzeit aber meistens am Meer.
Frühaufsteher oder Nachteule?
An sich bin ich vermutlich eine Nachteule, aber durch die Arbeit und vor allem das derzeitige Pendeln nach Freiburg machen mich zum sehr frühen Frühaufsteher.
Selbstliebe oder Nächstenliebe?
Anderen Menschen stets respektvoll und würdevoll zu begegnen ist ein grundlegender Leitsatz von mir. Dabei ist Annahme der eigenen Person eine grundlegende Bedingung.
Vielen Dank, Michael Futterer, für das Interview



